Di, 21. Mai 2019
25.01.2016 17:15

Kurz vor dem Ziel

Antarktis-Abenteurer stirbt bei Rekordversuch

Ein britischer Abenteurer, der allein und ohne Unterstützung die Antarktis durchqueren wollte, hat seinen waghalsigen Rekordversuch nicht überlebt. Der 55-jährige Londoner Henry Worsley starb in einem Krankenhaus in der chilenischen Stadt Punta Arenas an Organversagen, wie seine Frau am Montag mitteilte. Worsley hätte nur noch 48 Kilometer vor sich gehabt, als er aufgeben und Hilfe rufen musste.

Schirmherr der Reise, mit der Worsley Geld für Veteranen sammelte, war Prinz William. Er und sein Bruder Harry hätten mit Worsley einen Freund verloren, teilte der Zweite der britischen Thronfolge am Montag mit. "Er war ein Mann, der großen Mut und Entschlossenheit gezeigt hat, und wir sind unglaublich stolz, dass wir mit ihm in Verbindung standen." Worsley werde eine Inspiration bleiben. William hatte ihn im Oktober am Londoner Kensington-Palast verabschiedet und ihm in einer Weihnachtsbotschaft mitgeteilt, wie stolz alle auf ihn seien.

Am Freitag hatte Worsley, ein früherer Offizier, nach 71 Tagen und mehr als 1400 Kilometern allein in der Antarktis um Hilfe bitten müssen und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Der zweifache Vater hatte den Südpol bereits passiert und dabei Temperaturen von bis zu minus 44 Grad ertragen, vor ihm lagen nur noch 48 Kilometer. Er hatte eine Bauchfellentzündung, eine Operation half nicht mehr.

Auf den Spuren von Antarktis-Legende Shackleton
Worsley war auf den Spuren des britischen Polarforschers Ernest Shackleton unterwegs gewesen. Nach Angaben seiner Frau Joanna sind mehr als die angepeilten 100.000 Pfund (132.000 Euro) an Spenden zusammengekommen.

Auch der frühere Fußballstar David Beckham trauerte um den Abenteurer. Auf Facebook postete er ein Foto von sich mit Worsley. "Ich hatte das Glück, Henry auf meinem Weg in die Antarktis zu treffen", schrieb der frühere England-Kapitän, der dort im Vorjahr für einen guten Zweck Fußball gespielt hatte. "Ein Mann, der unserem Land so viele Jahre gedient hat, und ein Mann, der mit so viel Stolz über seine Familie gesprochen hat... Wir sind in dieser Zeit in Gedanken bei Henrys Familie."

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