Mo, 20. Mai 2019
10.01.2016 12:19

"Zu viel gearbeitet"

Student aus Kamerun musste Dänemark verlassen

Weil er zur Finanzierung seines Studiums zu viel gearbeitet hatte, hat Dänemark einen Studenten aus Kamerun ausgewiesen. Der 30-jährige Marius Youbi habe das Land am Donnerstag auf Anordnung der Behörden verlassen, teilte seine Universität in Aarhus am Samstag mit. Grund war demnach, dass er in seinem Nebenjob als Putzkraft mehrfach die zulässige Wochenarbeitszeit überschritten hatte.

"Wir billigen die Entscheidung der Einwanderungsbehörde nicht", sagte der Universitätssprecher Anders Correll der Nachrichtenagentur AFP. Ein Brief von Rektor Brian Bech Nielsen vom 23. Dezember, in dem dieser um eine Rücknahme des Ausreisebescheids gebeten habe, sei nicht beantwortet worden. In dem Schreiben, das der AFP vorlag, nannte Nielsen den angehenden Ingenieur aus dem zentralafrikanischen Land "einen unserer talentiertesten Studenten".

Die dänischen Einwanderungsgesetze gehören zu den strengsten in der Europäischen Union und wurden zuletzt mehrfach verschärft. "Die Gesetze sollten natürlich beachtet werden, aber die 'Strafe' passt in diesem Fall nicht zum 'Verbrechen'", schrieb Rektor Nielsen. Ein Sprecher der Einwanderungsbehörde sagte der AFP lediglich, die Entscheidung sei "im Einklang mit den geltenden Regeln" gefallen.

Youbi hätte in Dänemark nach Angaben der Universität noch seine Abschlussarbeit schreiben und ein Praktikum absolvieren müssen. Im dänischen Radio zeigte er sich kurz vor seiner Ausreise "traurig und enttäuscht". "Viereinhalb Jahre lösen sich in Luft auf", klagte der Kameruner. Allerdings hoffe er auf die Möglichkeit zur Rückkehr. "Ich fliege nun nach Hause, warte ab und hoffe auf das Beste", sagte Youbi.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
McLeish-Nachfolger
Steve Clarke neuer schottischer Teamchef
Fußball International
„Wahnsinns“-Preise
Champions-League-Finale um 2 Euro: „Ich wär blöd“
Fußball International
Neuer Nürnberg-Trainer
„Riesige Historie!“ Canadi beim „Club“ vorgestellt
Fußball International
Schwere Vorwürfe
Manipulation? Elf Spieler in Georgien festgenommen
Fußball International
Kickls Plan scheitert
Van der Bellen verhindert Goldgruber-Beförderung
Österreich
Machtwort von Hofer:
Strache wird nicht Wiener FPÖ-Chef
Wien
Hoppala bei Feier
Ronaldo-Bub kriegt Meisterschaftspokal ins Gesicht
Fußball International

Newsletter