13.11.2015 07:22 |

Reisig verbrannt

Nach Feuer auf Alm: Muss Bauer alles bezahlen?

Rund 50 Feuerwehrmänner waren Anfang der Woche zwei Tage lang im Einsatz, um im Bereich der Vögerlalm in Fusch in Salzburg einen Flächenbrand, der sich auf zwei Hektar ausgebreitet hatte, zu löschen. Nun könnte jener Landwirt, der durch das Abbrennen von Reisig das Feuer ausgelöst hatte, zur Kasse gebeten werden.
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Konkret geht es darum, ob der Mann fahrlässig oder gar grob fahrlässig gehandelt hat. "Wir wollen ihn natürlich nicht kriminalisieren. Deswegen warten wir auch die Ermittlungen der Polizei ab. Wenn die ergeben, dass der Landwirt alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten hat, verrechnen wir gar nichts", erklärt der Salzburger Landesfeuerwehrkommandant Leopold Winter. Er schätzt allein die Einsatzkosten der Feuerwehrmänner auf mehrere Zehntausend Euro. Dazu kommen noch die Hubschraubereinsätze von der Polizei und vom Bundesheer.

Die Polizei ermittelt gegen den Landwirt wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst. Sollte der Mann vor Gericht gestellt werden, drohen ihm bis zu einem Jahr Haft - das ist allerdings eher unwahrscheinlich. "Wir verrechnen unsere Einsätze nur sehr selten. Dass jemand vorsätzlich handelt, kommt ja nicht gerade oft vor", sagt Winter. Er geht zudem davon aus, dass der betroffene Landwirt über eine entsprechende Haftpflichtversicherung verfügt.

Schwieriger Einsatz im steilen Gelände
Der Mann hatte am Montagvormittag im Bereich der Vögerlalm Reisig abgebrannt. Der starke Wind, der zu der Zeit wehte, trug schließlich Funken in die Umgebung. Das völlig ausgetrocknete Gras fing binnen Minuten Feuer. Die Flammen griffen dann rasch auf die ausgedörrten Sträucher ringsherum über.

50 Feuerwehrmänner mussten zwei Tage lang im Gelände löschen. Sie marschierten zu Fuß zu den Glutnestern. Mit Löschrucksäcken ausgestattet, gelang es ihnen, den Brand einzudämmen. Bei einem letzten Kontrollflug des Polizeihubschraubers am Mittwoch zeigte die Wärmebildkamera jedoch keine Glutnester mehr an.

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