Mi, 18. Juli 2018

Davis Cup

20.09.2015 17:08

Briten dank Murray erstmals seit 1978 im Finale

Andy Murray hat Großbritannien zur ersten Davis-Cup-Finalteilnahme seit 1978 geführt. Im Halbfinal-Duell mit Australien gewann der Weltranglisten-Dritte sein Einzel gegen Bernard Tomic sicher mit 7:5, 6:3, 6:2 und stellte damit vor 8.500 Zuschauern in Glasgow die uneinholbare 3:1-Führung her. Der Jubel in Glasgow war wenig überraschend riesengroß. Im Finale vom 27. bis 29. November müssen sie allerdings auswärts antreten. Die Belgier stehen in ihrem ersten Davis-Cup-Endspiel seit 111 Jahren. Damals im Jahr 1904 hatten die Belgier bei ihrer einzigen Finalteilnahme ausgerechnet gegen Großbritannien 0:5 verloren.

"Für dein Land und dein Team zu gewinnen, bedeutet viel", sagte Murray nach dem vor heimischer Kulisse in Glasgow fixierten Aufstieg. "Die Zuschauer waren unglaublich, vom ersten bis zum letzten Ball." Der Olympiasieger hatte sich an diesem Wochenende gar nicht gut gefühlt. "Ich hatte mit meinem Rücken Probleme. Aber ich habe versucht, es zu verheimlichen. Alle waren hier - Vater, Mutter, Ehefrau, Großmutter, Schwiegermutter, Tanten und Onkeln."

Der letzte von insgesamt neun Davis-Cup-Titeln Großbritanniens geht auf das Jahr 1936 zurück, als der legendäre Fred Perry die Briten zum Sieg führte. Noch vor vier Jahren dümpelte das Team - damals noch ohne Andy Murray - in der Europazone II herum und matchte sich mit Gegnern wie Luxemburg, Litauen oder Tunesien. Nun führte Murray die Briten in das Finale, obwohl Daniel Evans als zweiter Einzelspieler in der Weltrangliste lediglich Platz 300 einnimmt.

Die Belgier drehten am finalen Halbfinal-Tag noch einen 1:2-Rückstand gegen Argentinien. Steve Darcis machte in Brüssel mit einem 6:4, 2:6, 7:5, 7:6(3) das Weiterkommen perfekt. Zuvor hatte David Goffin mit einem klaren 6:3, 6:2, 6:1 gegen Diego Schwartzman ausgeglichen. "Für mich war das mit Abstand der wichtigste Sieg meiner Karriere", sagte Darcis. Vor drei Jahren trafen die Briten ohne Murray und Belgien in Glasgow in der Europazone aufeinander, damals setzten sich die Belgier mit 4:1 durch.

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