Bei der Zeitabnahme des Rennens in Doha/Katar am vergangenen Samstag war Gatlin zunächst mit 9,76 Sekunden gestoppt worden. Später stellte sich heraus, dass er über die 100 Meter exakt 9,766 Sekunden unterwegs gewesen war. Die IAAF wurde erst jetzt von der für die Zeitnahme zuständigen Firma "Tissot Timing" über den Fehler informiert. Der Verband handelte sofort und rundete gemäß den Regeln auf 9,77 Sekunden auf. Der Sprint-Weltrekord war damit Geschichte - der 24-Jährige stellte die Rekordmarke von Powell "nur" ein.
Nach seinem Supersprint im Scheichtum hatte der von Trevor Graham betreute Gatlin noch - überwältigt von seinem bereits im Vorfeld angekündigten Coup - eine Ehrenrunde gedreht, sich von den begeisterten Zuschauern feiern lassen und sogar die elektronische Anzeigetafel mit der magischen Zeit geküsst. Im Nachhinein war es ein Kuss mit einem bitteren Beigeschmack.
Direktes Duell Gatlin - Powell am 11. Juni
"Das war ein perfektes Rennen", hatte der neue Star am Sprinthimmel noch nach seinem Fabellauf gemeint. Der Doppel-Weltmeister von Helsinki kündigte vollmundig an: "Ihr werdet künftig noch einige solcher Vorstellungen von mir sehen." Nun ist er gefordert und könnte sich den Rekord schon in vier Wochen zurückholen: Am 11. Juni kommt es im englischen Gateshead zum direkten Duell zwischen Gatlin und Powell.








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