Mo, 16. Juli 2018

Lage eskaliert

24.08.2015 18:58

Acht Polizisten bei Protesten in Nepal getötet

In Nepal sind am Montag Proteste gegen die geplante neue Verfassung eskaliert. Nach Behördenangaben gingen in der westlichen Stadt Tikapur mit Speeren und Äxten bewaffnete Demonstranten auf die Ordnungskräfte los, mindestens acht Polizisten wurden getötet. Etwa 40 weitere Sicherheitskräfte wurden den Angaben zufolge verletzt. Ein Mitglied einer Polizeimiliz wurde bei lebendigem Leib angezündet - ob er den Angriff überlebte, ist unklar.

Die Proteste eskalierten, als die Polizei versuchte, die Demonstranten am Vordringen in ein gesperrtes Viertel zu hindern. Diese hätten dann plötzlich die Sicherheitskräfte eingekreist und mit Messern, Äxten, Sicheln und Speeren bedroht, sagte der nepalesische Heimatminister Bam Dev Gautam im Parlament.

Tikapur liegt etwa 420 Kilometer von der Hauptstadt Kathmandu entfernt. Nach der Eskalation erließen die nepalesischen Behörden eine Ausgangssperre, die für unbestimmte Zeit gelten soll.

Jahrelanger Streit wegen Verfassungsreform
In Nepal sorgt eine geplante Verfassungsreform seit Jahren für Streit, der mitunter gewaltsam geführt wird. Der Plan für die neue Verfassung sieht die Aufteilung des Himalaya-Staats in sechs Provinzen vor. Kritiker fürchten, dass die Neuorganisation Minderheiten im Land politisch weiter an den Rand drängen könnte. Nach dem schweren Erdbeben im April waren die Streitigkeiten vorübergehend abgeflaut, nun scheinen sie erneut aufzuflammen.

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