Zuerst habe man den Riesenknochen für eine Wurzel gehalten, berichtet Asamer & Hufnagl-Geschäftsführer Manfred Asamer. Doch dann wurden die beiden Mitarbeiter Georg Meixner und Harald Hitzl stutzig und legten das rare Relikt vorsichtig frei. Bernhard Gruber vom Landesmuseum nahm den Traum jedes Bellos unter die Lupe und stellte fest: „Beim Fund handelt es sich um den vorderen Oberschenkelknochen eines Mammuthus primigenius aus der Würm-Kaltzeit. Er ist also 23.000 bis 25.000 Jahre alt.“
Dieses Tier sei ein hoch spezialisierter Elefant gewesen, der bis vor etwa 21.000 Jahren im Alpenvorland gelebt und sich von Pflanzen ernährt habe, die er in der damaligen Tundralandschaft fand. Sein nächster Verwandter ist der indische Elefant. Ein Mammut wog zwischen sieben und zehn Tonnen, seine Schulterhöhe betrug bis zu fünf Meter. Fachmann Gruber ist vom Ohlsdorfer Knochen begeistert: „So ein schönes Stück ist lange nicht gefunden worden.“ Der Knochen ist derzeit in feuchte Tücher gewickelt, wird später mit Wasser und Holzleim präpariert, dann ausgestellt.
Mit einem Mammut-Friedhof ist nicht zu rechnen: Der Riese war vermutlich weit entfernt verendet.
Foto: Asamer & Hufnagl
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