So, 24. März 2019
16.03.2015 19:10

Mordverdacht

Milliardär gesteht im TV: "Habe sie alle getötet"

Seit 33 Jahren versuchen die Behörden schon, Robert Durst wegen Mordes zu verurteilen. Bisher konnte sich der US-Immobilienmilliardär immer aus der Affäre ziehen. Doch nun dürfte er sich durch ein Interview in einer TV-Doku selbst ans Messer geliefert haben.

"Ich habe sie alle getötet", gestand der 71-Jährige im Fernsehen - wohl in der Vermutung, sein Mikro sei bereits abgedreht. Die Polizei nahm ihn daraufhin in einem Hotel in New Orleans fest. Da er unter falschem Namen eingecheckt hatte und mit falschen Papieren reiste, befürchtete die Polizei, dass er fliehen wollte. Durst muss sich nun wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Los Angeles erhob am Montag Anklage gegen den 71-Jährigen, dem bei einem Schuldspruch die Todesstrafe drohen könnte.

Durst wird verdächtigt, mit dem Verschwinden seiner ersten Frau Kathie im Jahr 1982 etwas zu tun zu haben. Zudem soll er im Jahr 2000 seine Freundin Susan Berman erschossen haben. Drei Jahre später war er wegen Mordes und Zerstückelung eines Nachbarn in Texas angeklagt, aber wegen Notwehr freigesprochen worden.

"Wir hoffen, dass er endlich für alles, was er getan hat, zur Rechenschaft gezogen wird", erklärte Douglas Durst, der Chef des Immobilienimperiums der Familie. Durst stammt aus einer Familie wohlhabender Immobilienbesitzer. Der Sender HBO nahm die mysteriösen Todesfälle im Umfeld des Milliadärs zum Anlass für eine sechsteilige Dokumentation mit dem Titel: "The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst" (Der Unglücksbringer: Das Leben und die Toten des Robert Durst).

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