David Alaba hat bei seinem Startelf-Debüt für Udinese Calcio in der italienischen Serie A enttäuscht und sich nach der 0:3-Heimniederlage gegen Lecce deutliche Kritik der italienischen Sportmedien eingehandelt. Rückendeckung gab es jedoch von Trainer Kosta Runjaic.
„Gegen die Angreifer von Lecce gerät Alaba ins Schwimmen. Es ist offensichtlich, dass er noch nicht auf Topniveau ist“, schrieb die „Gazzetta dello Sport“. Ähnlich fiel das Urteil des „Corriere dello Sport“ aus: „Udineses Abwehr mit Alaba schläft und gerät unter Lecces Angriffen immer mehr ins Wanken. Danach wird Lecce immer mehr zum Alleinherrscher auf dem Spielfeld.“ Auch „Tuttosport“ fand deutliche Worte: „Udineses Niederlage ist trotz Alabas Einsatz von der ersten Minute an einfach peinlich.“
Udinese-Fans reagieren mit lautstarken Pfeifkonzerten
Nach der fünften Niederlage in Folge reagierten die Udinese-Fans mit lautstarken Pfeifkonzerten. Nach dem Spiel und den Protesten der Anhänger suchten Kapitän Jesper Karlström, Torhüter Daniele Padelli und Sportdirektor Gökhan Inler das Gespräch mit den verärgerten Fans. Auch „Tuttosport“ beschrieb die angespannte Lage beim Klub: „Die Luft bei Udinese ist zum Zerreißen gespannt. Fünf Niederlagen in Folge sind auch für die treuesten Tifosi nicht hinnehmbar.“
Damit gerät auch Trainer Kosta Runjaic zunehmend unter Druck. „In den nächsten Stunden wird sich Runjaics Schicksal entscheiden. Er trägt maßgeblich die Verantwortung für diese Pleite“, kommentierte „Gazzetta dello Sport“. Nach der desaströsen Leistung stehe der Trainer massiv in der Kritik. „Die Fans haben eine leere, seelenlose Mannschaft ausgepfiffen, die auf Schwierigkeiten nicht reagiert. Niederlagen muss man hinnehmen, doch bei derartigen Pleiten schmerzt es“, kommentierte das Blatt.
Runjaic, der Udinese in seiner dritten Saison trainiert, zeigte sich selbstkritisch. „Ich bin für diese fünf Niederlagen in Serie verantwortlich. Ich werde mit dem Klub sprechen und Entscheidungen treffen. Das war die schlechteste Leistung, seit ich bei Udinese bin. Wir waren in vielen Situationen zu naiv und haben schwere Fehler gemacht. Hier geht es nicht um Pech, die Leistung war absolut negativ“, räumte der Trainer ein.
Runjaic stellt sich hinter Alaba
Zugleich verteidigte der 55-Jährige seine Entscheidung, Alaba von Beginn an aufzubieten. Der Österreicher sei einer der wenigen Spieler gewesen, die in der ersten Halbzeit noch gekämpft hätten.

„Ansonsten hat die Mannschaft nicht ihre beste Version gezeigt und zu viele Fehler gemacht“, gab Runjaic zu. Zu Beginn der vergangenen Woche hatte Alaba bei seinem ersten Einsatz für Udinese beim 1:2 gegen Torino in der 73. Minute sein Debüt gefeiert.
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