Fr, 16. November 2018

Betrunken am Steuer

19.12.2014 20:43

Ein Jahr Haft auf Bewährung für Olympia-Ass Phelps

Michael Phelps' Traum von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro lebt weiter. Der Rekord-Olympiasieger kam für Trunkenheit am Steuer und Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit noch einmal glimpflich davon. Ein Bezirksgericht in seiner Heimatstadt Baltimore verurteilte den Schwimm-Superstar am Freitag zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, die jedoch auf 18 Monate ausgesetzt wurde.

"Was ich getan habe war falsch, ein großer Fehler", betonte der 18-fache Olympia-Goldmedaillen-Gewinner Phelps. In grauem Anzug, weißem Hemd, hellblauer Krawatte und mit einer Brille erschien der 29-Jährige im Gerichtssaal. An seiner Seite Mutter Debbie sowie seine beiden Schwestern. Phelps bekannte sich gleich zu Beginn der Verhandlung schuldig, am 30. September nach einem Casino-Besuch alkoholisiert und mit extrem überhöhter Geschwindigkeit (134 statt der erlaubten 72 km/h) auf einem Highway in Baltimore unterwegs gewesen zu sein.

Phelps "verwirrt und streitsüchtig"
Der Polizist, der ihn vor drei Monaten gestoppt hatte, sagte im Gerichtssaal aus, dass der Schwimmstar nach Alkohol gerochen und stark rötliche sowie blutunterlaufene Augen gehabt habe. Phelps sei "verwirrt und streitsüchtig" gewesen, so der Beamte. Ein umgehender Test ergab einen Blutalkoholwert von 1,4 Promille - erlaubt sind im Bundesstaat Maryland 0,8 Promille.

Bereits im November 2004 hatte ein Gericht eine Alkoholfahrt des US-Amerikaners mit einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten sanktioniert. Nun galt Phelps als Wiederholungstäter. Deshalb wurde Richter Nathan Braverman deutlich: "Wenn Sie die Botschaft jetzt nicht verstanden haben oder sie vergessen, gibt es nur eine Option - Gefängnis", betonte Braverman.

Phelps: "Ich freue mich auf eine bessere Zukunft"
Phelps zeigte sich reumütig. "Ich habe jetzt die Hilfsmittel, um dies hinter mir zu lassen und nach vorne zu schauen. Ich freue mich auf eine bessere Zukunft, als ich sie in der Vergangenheit hatte", meinte der 29-Jährige. Sein Anwalt hob hervor, dass sich Phelps unmittelbar nach dem Vorfall einer sechswöchigen Entzugstherapie in Arizona unterzogen habe. Ein Schreiben des behandelnden Arztes bestätigte, dass der Rekord-Olympiasieger kooperativ gewesen sei.

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