Mo, 20. August 2018

In TV-Doku

30.10.2014 06:27

Identität des Osama-Todesschützen wird enthüllt

Die Identität des US-Soldaten, der Al-Kaida-Chef Osama bin Laden bei einem Geheimeinsatz vor dreieinhalb Jahren erschoss, soll kommenden Monat enthüllt werden. In einer Dokumentation des TV-Kanals Fox News werde der bisher streng gehütete Name des Angehörigen der US-Spezialeinheit Navy Seals, bislang stets "The Shooter" genannt, verraten, kündigte der Fernsehsender am Mittwoch an. Die zweiteilige Produktion mit dem Titel "The Man Who Killed Osama Bin Laden" wird demnach am 11. und 12. November ausgestrahlt.

Die Sendung soll minutiös rekonstruieren, wie der Anführer des islamistischen Terrornetzwerks im Mai 2011 in seinem Versteck im pakistanischen Abbottabad von dem Seal-Kommando zur Strecke gebracht wurde. Der Soldat, der die tödlichen Schüsse auf Bin Laden abgab und seither rund um den Globus unter dem Decknamen "The Shooter" bekannt ist, werde darin erzählen, wie er zum Elitekämpfer ausgebildet und für die Geheimmission "Neptune Spear" nach Pakistan geschickt wurde. Die Schilderung der letzten Nacht in Osama bin Ladens Leben enthalte bisher unbekannte Details, kündigte Fox News an.

Warum geht "Shooter" nun an die Öffentlichkeit?
Der mittlerweile pensionierte Soldat hatte bereits im Vorjahr dem Magazin "Esquire" ein ausführliches Interview gegeben - krone.at berichtete -, und darin zahlreiche Details zu der Geheimmission in Pakistan preisgegeben - allerdings unter dem Deckmantel der Anonymität. Was "Shooter" nun dazu bewogen hat, in einem TV-Interview seine Identität publik zu machen, blieb vorerst unklar.

In US-Medien wird aber unter anderem über Geld als Grund für den Sinneswandel spekuliert. Zudem ist derzeit nicht klar, ob Fox News bloß den richtigen Namen des Ex-Militärs veröffentlichen wird - oder auch das Gesicht des Mannes, der Bin Laden tötete, im Fernsehen zu sehen sein wird.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hatte sich der Al-Kaida-Chef mehr als neun Jahre in Pakistan versteckt. Im Frühjahr oder Sommer 2002 floh er vor der ausländischen Militärinvasion in Afghanistan über die Berge, blieb aber zunächst in den Grenzregionen Swat und Haripur.

2005 bezog er dann mit seiner Familie ein großes Haus in der nordwestpakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad. Dort lebte er trotz der weltweiten Suche nach ihm jahrelang unbehelligt - bis er schließlich 2011 bei dem US-Kommandoeinsatz getötet wurde.

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