Fr, 22. Juni 2018

Sensationslauf

18.07.2014 14:48

17-jähriger Deutscher mischt in Hamburg auf

Ein 17-jähriger Deutscher schreibt beim mit 1,32 Millionen Euro dotierten ATP-500-Turnier in Hamburg weiter Schlagzeilen. Alexander Zverev setzte seinen sensationellen Erfolgslauf am Hamburger Rothenbaum auch am Freitag fort. Er ließ sich gegen Landsmann Tobias Kamke auch von Startschwierigkeiten nicht irritieren. Zverev gewann 0:6, 7:5, 6:3.

Er trifft im Halbfinale auf David Ferrer (ESP-1) oder Pablo Andujar (ESP). Die Erfolgs-Story des "Sascha" Zverev wird ihm nun vielleicht auch schon selbst unheimlich. Schon der Auftakt-Sieg der Nummer 285 der Welt gegen den Sandplatz-Spezialisten Robin Haase fiel mit 6:0, 6:2 eigentlich schon sehr unerwartet aus. Danach nahm der frühere Weltranglisten-Erste der Junioren den als Nummer fünf gesetzten Russen Michail Juschnij mit zweimal 7:5 aus dem Bewerb und danach auch noch Santiago Giraldo (COL) mit 6:4, 7:6(6).

Schon damit hat er Dinge geschafft, die ein Teenager auf der Tour schon lange nicht erreicht hat. Als erster 17-Jähriger seit Rafael Nadal vor zehn Jahren in Dubai erreichte Zverev ein Viertelfinale auf ATP-500-Level.

Schlechter Start
Nachdem er ohne Satzverlust in die Runde der letzten Acht vorgestoßen war, schien bei Zverev am Freitag gegen seinen wie er nur dank einer Wildcard im Hauptbewerb stehenden Landsmann Kamke die Luft draußen. 0:6 ging der erste Satz verloren.

"Einfach weiterspielen"
"Ich habe viele leichte Fehler gemacht. Ich habe dann versucht, in das Match reinzukommen und habe mich immer besser gefühlt", sagte Zverev zu dieser Situation. Und er drehte das Match tatsächlich noch um und kürte sich endgültig zur großen deutschen Zukunftshoffnung. Gegen den topgesetzten Ferrer oder Andujar ist er freilich weiterhin Außenseiter. "Ich muss versuchen, einfach weiterzuspielen, jedes Match wird jetzt schwerer", konstatierte der 1,93 Meter große Zverev nüchtern.

Im Ranking hat sich Zverev, dessen neun Jahre älterer Bruder Mischa in Moskau, er selbst aber in Hamburg geboren wurde, damit klar in die Top 200 katapultiert. Die Familie Zverev war 1991 nach Deutschland ausgewandert, auch sein Vater Alexander war früher Profi. Der am 20. April 1997 geborene "Sascha" Zverev nennt Roger Federer als sein Vorbild und hat heuer das Juniorenturnier der Australian Open gewonnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.