Österreichs Ski-Athleten droht die zweite kugellose Saison in Serie, die vierte in den vergangenen fünf Jahren – realistisch betrachtet könnte einzig Julia Scheib im Riesentorlauf dies noch verhindern. Bei den Herren winkt dem Schweizer Marco Odermatt der dritte Viererpack in Serie, bei den Damen macht die Deutsche Emma Aicher Jagd auf ein US-Duo.
Sonnenschein, Plusgrade, Sulzschnee – ja, der Winter geht in seine letzten Züge, daher auch die Ski-Saison in die heiße Phase. In der Kristall das Objekt der Begierde ist, die „depperten Glasbecher“ (O-Ton Marcel Hirscher) in aller Munde sind. Zwei Weltcup-Wochenenden stehen vor dem Finale in Norwegen noch an, neun von zehn Entscheidungen sind offen. Einzig die Slalom-Kugel der Damen ist fix vergeben, geht zum insgesamt neunten Mal an Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin. Für sie ist es das 17. Kristall ihrer Karriere, mehr hat nur noch Landsfrau Lindsey Vonn (20).
Beide US-Stars könnten noch heuer eines in die Vitrine hinzufügen: Während Shiffrin im Gesamtweltcup voran ist, zittert die verletzte Vonn auf der Couch mit, ob ihr Vorsprung im Abfahrtsweltcup hält. Die je größte Konkurrenz ist die Deutsche Emma Aicher: In der Abfahrt fehlen ihr bei zwei noch ausstehenden Rennen 14 Punkte, Gesamt liegt sie 139 Zähler zurück – allerdings fährt die Allrounderin noch alle acht verbliebenen Rennen, Shiffrin wohl maximal fünf.
Schweiz vor Nationencup
Beim Weltcup in Val di Fassa, wo „Mika“ nicht dabei ist, kann Aicher also Boden gut machen – das gelang ihr mit Rang zwei im ersten von drei Rennen eindrucksvoll. Im Super-G liegt Kristall indes für Sofia Goggia zum Abholen bereit, für die Italienerin wäre es die erste in dieser Disziplin. Zwei Rennen vor dem Ende liegt sie 84 Punkte vor der Neuseeländerin Alice Robinson, hat am Sonntag in Val di Fassa schon den ersten Matchball.
Die Hoffnungen der Österreicher, nicht zum vierten Mal in den vergangenen fünf Saisonen kugellos zu bleiben, ruhen realistisch betrachtet einzig auf Julia Scheib: Im Riesentorlauf ist sie zwei Rennen vor Schluss 89 Zähler voran, kann nächste Woche in Aare die erste heimische Damen-Kugel in dieser Disziplin seit Eva-Maria Brem 2016 fixieren. „Davon habe ich immer geträumt, das hätte einen großen Stellenwert“, sagt die Steirerin.
Überflieger Odermatt
Während Österreichs Damen hoffen, dürften die Herren wie im Vorjahr leer ausgehen – auch, weil Marco Odermatt wie gewohnt in einer eigenen Liga fährt. Der Schweizer könnte heuer als erster Skifahrer zum dritten Mal in Serie vier Kugeln einfahren. Womit er seine Kristall-Ausbeute auf 17 schrauben würde – mehr hätten nur noch Marcel Hirscher (20) und Ingemar Stenmark (19). Die erste winkt „Odi“ am Samstag im Riesentorlauf von Kranjska Gora – es wäre seine fünfte in dieser Disziplin in Serie. Der fünfte Gesamtweltcup in Folge ist ohnehin seit Wochen nur noch Formsache.
So wie der vierte Nationencup-Sieg in Serie für die Schweiz, die Eidgenossen sind 808 Zähler voran. Bei den Herren sind es gar 1320 Punkte, auch unsere Damen rangieren auf Rang zwei – allerdings hinter den USA, auf die 464 Punkte fehlen.
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