Millionen-Investition

Blackout! Gefahr im Pitztal bald endgültig gebannt

Tirol
31.01.2026 12:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Mit einer Ringleitung stabilisiert die Tinetz die Stromversorgung der Paralleltäler Pitztal und Kaunertal. Der Kostenpunkt liegt bei stolzen 9,2 Millionen Euro.

Die Stromversorgung in Tirol sei laut Tiwag Europaspitze. Das Pitztal ist allerdings Sorgenkind. Das sollte mit dem sogenannten „Ringschluss“ Schnee von gestern werden, war man sich im Gemeindeamt St. Leonhard einig.

Das Pitztal und das Kaunertal sind bislang jeweils über eine 25-kV-Stichleitung versorgt und damit ohne Back-up-Lösung für Ausfälle. „In den letzten Jahren hat die Tinetz die Bestandsleitung vom Umspannwerk Prutz ins Kaunertal verstärkt“, führte Tinetz-Geschäftsführer Thomas Rieder aus. Nun werde die Lücke ins Pitztal geschlossen.

C. Kalsberger (BM Kaunertal), D. Leitner (Bergbahnen), Haid, Thomas Rieder (GF Tinetz), ...
C. Kalsberger (BM Kaunertal), D. Leitner (Bergbahnen), Haid, Thomas Rieder (GF Tinetz), Tiwag-Chef Michael Kraxner (v. li.).(Bild: Hubert Daum)

Mit einem „Ringschluss“ werden sozusagen beide Täler im hinteren Bereich mit einem rund zehn Kilometer langen Kabel verbunden. Die momentane Niederwasserphase ist dabei äußerst hilfreich, führt doch das Kabel durch den aktuell wasserlosen Beileitungsstollen, der ohnedies vom einen Tal zum anderen reicht.

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Gerade in den letzten Jahren waren wir aufgrund von Unwetterereignissen und damit verbundenen Ausfällen in der Stromversorgung einigermaßen leidgeprüft.

Elmar Haid, BM St. Leonhard

Stromausfälle gerade in den vergangenen Jahren
„Durch den Ringschluss bekommen beide Täler eine unabhängige Anbindung an die Umspannwerke in Prutz und Imst“, erläutert Tiwag-Vorstandsdirektor Michael Kraxner. Die Arbeiten laufen bereits und sollen bis März abgeschlossen sein, das Gesamtprojekt bis Herbst 2026. Die Tinetz nimmt für das Projekt 9,2 Mio. Euro in die Hand. Die Gesamtinvestition in beiden Tälern beträgt 15,4 Mio. Euro. St. Leonhards BM Elmar Haid atmet auf: „Gerade in den letzten Jahren waren wir aufgrund von Unwetterereignissen und damit verbundenen Ausfällen in der Stromversorgung einigermaßen leidgeprüft. Applaus gibt‘s auch von den Gletscherbahnen.“

Hubert Daum, Kronenzeitung

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