Mehr PS – oder nicht?

Neuer Peugeot 408: Ein Fall für Forensiker

Motor
25.01.2026 06:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Kaum drei Jahre nach seiner Einführung erhält Peugeots Flaggschiff 408 schon ein Update. Auch wenn die Franzosen vom neuen 408 sprechen, sind die Änderungen doch eher marginal.

Nicht jede kleine Bewegung auf Frankreichs Straßen endet gleich in einer Revolution. Wenn Peugeots Crossover 408 in diesen Tagen aufgefrischt zu den Händlern rollt, werden die Marketingstrategen in Paris von einem neuen Modell reden. Korrekt eingeordnet handelt es sich um kaum mehr als ein modisches Restyling. Die Optik des extravagant gezeichneten Galliers wird einmal glattgezogen und die Technik auf Stand gebracht. Das war‘s aber auch schon.

Wie es sich für ein Facelift gehört, trägt der 408 die auffälligsten Änderungen mitten im Gesicht. Vor allem die Frontlichtsignatur hat Peugeot grundlegend aufgefrischt. Die senkrechten LED-Krallen sind verschwunden, sie werden von drei „LED-Streifen“ im Abblendlicht und kleineren Lichtakzenten im oberen Drittel des komplett neu gestalteten Kühlergrills ersetzt. Das Fernlicht-Modul wandert eine Etage tiefer und ist im ausgeschalteten Zustand kaum sichtbar. So wirkt der 408 von vorne moderner und geschärfter, glänzende und matte Schwarztöne sorgen für einen gewissen 3D-Effekt. 

Zentral im neuen Kühlergrill ist das Peugeot-Logo nun beleuchtet, am Heck zeigt der 408 als erstes Modell den Peugeot-Schriftzug illuminiert, integriert in einen ebenfalls beleuchteten Streifen, der sich über die Breite des Autos erstreckt.

(Bild: Peugeot)
(Bild: Peugeot)

In den Versionen Allure und Allure Business verfügt der 408 über Voll-LED-Technologie, Matrix-Licht gibt es ab den GT-Varianten. Für die GT-Modelle sind zudem neue 19-Zoll-Räder erhältlich, die günstigeren Versionen fahren ab sofort mit glänzend schwarzen 17-Zöllern vor. Den dynamischeren Auftritt rundet die neue Lackierung Flare Green ab, die je nach Lichteinstrahlung von hellem Gelb bis zum tiefen Grün changiert. 

(Bild: Peugeot)

Eine Lupe für den Innenraum
Beim Blick ins Innere des „neuen“ 408 muss man schon forensisch vorgehen, um Unterschiede festzustellen. Das digitale Kombiinstrument erhält eine verbesserte 3D-Grafik, eine Driving-Monitor-Camera kontrolliert die Wachsamkeit des Fahrers, das gesamte System soll nun schneller reagieren, zudem ziehen neue Stoffe ein.

Weil sich Leistungsdaten ändern, könnte man meinen, dass Peugeot auch an der Technik geschraubt hat. Dem ist nicht so. Vielmehr handelt es sich um eine neue Umrechnungsmethode im Zuge der Euro 7-Verordnung, bei der die Leistung des Verbrenners mit der e-Boost-Leistung kombiniert wird. So kommt der Plug-in-Hybrid nun auf 240 PS (vorher 225 PS). 

Unter die Rubrik echte Neuheiten fallen beim 408 Elektro die Batterie-Vorkonditionierung, die Ladevorgänge beschleunigt, die Vehicle-to-Load-Funktion zum Laden externer Geräte wie E-Fahrräder oder das neue Plug & Charge, also der automatisierte Lade-Prozess, bei dem mit dem Einstecken des Kabels das Fahrzeug automatisch erkannt und authentifiziert wird. Ansonsten ist beim „neuen 408“ alles beim Alten. Sogar die Preise sollen sich nicht ändern. Und das ist nun wirklich revolutionär.

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