Zurück auf der Piste

Schädelbasis & Stirn waren gebrochen, Nase fehlte

Sport-Mix
21.01.2026 11:02

2015 passierte Nico Langmann beim Skifahren in Kühtai am Rande einer Piste ein folgenschwerer Verschneider. Der Rollstuhl-Tennisfahrer stürzte 15 Meter in die Tiefe, landete mit dem Gesicht voran in einem Steinhaufen.  Der Wiener brach sich Schädelbasis, Augenhöhlen und Stirn. Seine Nase war praktisch komplett weg. Nun kehrte er vergangene Woche bei der Hermann Maier Star Challenge in Flachau auf die Piste zurück.

Der querschnittgelähmte Wiener trat in einem Team mit dem früheren Skiass Nicole Hosp an und setzte sein Ziel perfekt um: „Ich wollte gesund ins Ziel kommen, das ist mir eindrucksvoll gelungen.“ Der Rollstuhltennisspieler, der eines der Gesichter des österreichischen Parasports ist, genoss im Rückblick die Veranstaltung sehr: „Wenn du zu so einem Event eingeladen wirst, kannst du nicht nein sagen. Ich habe viele sehr interessante Menschen kennenlernen dürfen und auch das Fahren im Monoski hat mir wieder richtig Spaß gemacht.“

Nico Langmann kehrte bei der Hermann Maier Star Challenge in Flachau auf die Skipiste zurück.
Nico Langmann kehrte bei der Hermann Maier Star Challenge in Flachau auf die Skipiste zurück.(Bild: Andreas Tröster)

Titanplatten ersetzten Knochen
Zu seinem Unfall in Kühtai sagte er: „Am Monoski ist so ein Verschneider fatal, weil du nichts ausgleichen kannst. So bin ich 15 Meter in die Tiefe gestürzt und bin mit dem Gesicht voran in einem Haufen Steine gelandet. Ich habe mir unter vielem anderen die Schädelbasis, die Augenhöhlen und die Stirn gebrochen, meine Nase war praktisch komplett weg. Alle Knochen waren mehr oder weniger zertrümmert und mussten durch Titanplatten ersetzt werden. Dazu hat sich das Niveau meiner Augen verschoben und ich habe anfangs alles verschwommen gesehen. Aber im Innsbrucker Unfallspital, in dem ich auch 1999 nach unserem Autounfall gelegen bin, haben sie das super hinbekommen. Und zum Glück war ich an Schultern, Armen und Händen nicht verletzt.“

Nur sechs Wochen später rollte Nico mit einem Eishockeyhelm am Kopf wieder über den Tennisplatz. Optische Erinnerung an den Sturz ist lediglich eine kleine Narbe an der Nase: „Die erkennt man aber nur, wenn man genau hinschaut.“ Im Februar beginnt seine Saison mit dem ITF-Turnier im englischen Bolton. 

Nico Langmann startet im Februar in Bolton in seine Rollstuhltennis-Saison.
Nico Langmann startet im Februar in Bolton in seine Rollstuhltennis-Saison.(Bild: Upper Austria Ladies Linz/Matthias Hauer)

Nico Langmann Foundation wurde 2022 gegründet
Mit seiner 2022 gegründeten Nico Langmann Foundation unterstützt der Wiener Kinder, die von Geburt an, wegen Erkrankung oder unfallbedingt mobilitätseingeschränkt sind, und damit Familien, die sich Sportrollstühle nicht leisten können. Die Nico Langmann Foundation vergibt keine Gelder sondern stellt mit den Spendengeldern ausschließlich Sportrollstühle bzw. Sportgeräte für einen Zeitraum bereit.

Nico Langmann mit Andreas Gunacker, Obmann der Wiener Garagen, Tankstellen und Servicebetriebe.
Nico Langmann mit Andreas Gunacker, Obmann der Wiener Garagen, Tankstellen und Servicebetriebe.(Bild: MAX SLOVENCIK)

20.000 Euro gespendet
Bei der Lotterien-Sporthilfe-Gala im Oktober kam Nico über die Sporthilfe mit der Wirtschaftskammer in guten Kontakt. Die WKO Sparte der Wiener Garagen, Tankstellen und Servicebetriebe hat jetzt 20.000 Euro gespendet. Damit wird Nico zwei Sport-Rollstühle im Wert von jeweils 10.000 Euro Kindern zur Verfügung stellen: „Ein zwölfjähriges Mädchen freut sich schon sehr.“ Andreas Gunacker, Obmann der Wiener Garagen, Tankstellen und Servicebetriebe (GTS) sagt: „Als Servicedienstleister ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, anderen zu helfen. Ich freue mich schon darauf, die Rollstühle im Einsatz zu sehen.“

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