Risikoreiches Fett

Apfel oder Birne – welcher Figurtyp sind Sie?

Hüftgold, Speckröllchen, Kugel oder gar Blähungen? Wie Bauchform und Fettverteilung die Gesundheit – auch mitunter sehr negativ – beeinflussen und was die Auswirkungen mit dem Geschlecht zu tun haben. 

Die Bauchform hat wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit im ganzen Körper. Viel Fett um den Bauchnabel gilt als besonders gefährlich. „Bier formte diesen wunderbaren Körper“ – ein beliebter Spruch auf Männer-T-Shirts. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind allerdings alles andere als lustig.

Ernährungsberaterin, Abnehmcoach, Bestseller-Autorin und Entwicklerin der „easy-eating-Methode“, Ursula Vybiral, erklärt, warum: „Ein ausgeprägter Bauchumfang ist für viele nicht nur ein optisches Thema, sondern ein medizinisch relevantes Risiko. Vor allem das sogenannte viszerale Fett, das sich im Bauchraum um die inneren Organe legt, gilt als besonders problematisch.“

Botenstoffe fördern Entzündungen
Dieses Fettgewebe ist hormonell aktiv und setzt entzündungsfördernde Botenstoffe frei. „Dadurch steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Fettleber und bestimmte Krebsarten. Ein dicker Bauch steht daher oft für ein erhöhtes Stoffwechselrisiko – selbst dann, wenn das Körpergewicht insgesamt noch im Normbereich liegt“, so die Ernährungsexpertin weiter.

Bier liefert viele Kalorien, regt den Appetit an und blockiert gleichzeitig die Fettverbrennung.
Bier liefert viele Kalorien, regt den Appetit an und blockiert gleichzeitig die Fettverbrennung.(Bild: WHstudio Leushin N - stock.adobe.com)

Apfel- oder Birnentyp – wo liegt der Unterschied?
Beim Apfeltyp lagert sich Fett hauptsächlich im Bauchbereich ab. Diese Form ist bei Männern weit verbreitet und gilt als gesundheitlich riskanter, da dies  meist mit einem hohen Anteil an viszeralem Fett einhergeht.

Der Birnentyp speichert Fett überwiegend an Hüften, Oberschenkeln und Gesäß. Diese Fettverteilung tritt häufiger bei Frauen auf und wird als metabolisch weniger gefährlich eingestuft, da das Fett eher unter der Haut liegt und hormonell weniger aktiv ist.

Darum ist der Bierbauch männlich
Der sogenannte Bierbauch ist eine Kombination aus hormonellen Faktoren und Lebensstil. Männer produzieren weniger Östrogen. Dieses Hormon begünstigt eher die Fettverteilung an Hüften und Oberschenkeln. Stattdessen lagert sich überschüssige Energie bevorzugt im Bauchraum ein. Alkohol, insbesondere eben Bier, verstärkt diesen Effekt zusätzlich: Er liefert viele Kalorien, regt den Appetit an und blockiert gleichzeitig die Fettverbrennung. Hinzu kommen häufig Bewegungsmangel und eine eiweißarme, kohlenhydrat- und fettreiche Ernährung.

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Auch Wassereinlagerungen können den Bauch zeitweise sichtbar vergrößern.

Ursula Vybiral, Ernährungsexpertin, Abnehmcoach und  Entwicklerin der easy-eatig-Methode

Warum haben Frauen oft einen Blähbauch?
Ein Blähbauch ist nicht gleichzusetzen mit Fett. Frauen sind häufiger davon betroffen, weil ihr Verdauungssystem sensibler auf hormonelle Schwankungen reagiert – etwa im Zyklus, während der Menopause oder in Stressphasen.

Zusätzlich spielen Darmflora, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, hastiges Essen und bestimmte Lebensmittel eine Rolle. Auch Wassereinlagerungen können den Bauch zeitweise sichtbar vergrößern, ohne dass tatsächlich Fett zugenommen wurde. Das betrifft natürlich auch Männer. 

Was kann Ernährung gegen Blähungen bewirken?
Eine angepasste Ernährung kann Blähungen deutlich reduzieren. Die Expertin gibt folgende Tipps:

  • Regelmäßige Mahlzeiten (am besten drei), statt ständig snacken
  • Langsam, bewusst essen und gründlich kauen
  • Gut verträgliche Kohlenhydrate wie Reis und Erdäpfel bevorzugen
  • Gedünstetes Gemüse statt große Mengen Rohkost am Abend
  • Alkohol- und Zuckerkonsum reduzieren, da beide die Darmflora belasten
  • Ausreichend Wasser und Kräutertee trinken
  • Nicht zu spät essen. „Ein voller Bauch schläft nicht gut“

Beobachten Sie, ob es bestimmte Auslöser („Trigger“) für Beschwerden gibt und lassen Sie diese weg. Dazu können Laktose, Fruktose oder stark verarbeitete Lebensmittel gehören. Ein ruhiger Darm braucht Struktur, Zeit und einfache, hochwertige Lebensmittel. Häufig verschwindet der Blähbauch bereits nach wenigen Tagen mit einer angepassten Ernährungsweise.

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