„Zukunftsfit“

Minister ebnen Weg für europäische KI-Gigafabriken

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09.12.2025 13:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die EU-Wissenschafts- und Forschungsminister haben am Dienstag in Brüssel der Änderung einer Verordnung zur Einrichtung von KI-Gigafabriken in der EU zugestimmt. Basierend auf einem Vorschlag der Kommission  in Brüssel sollen fünf solcher Zentren entstehen. 

Auf Basis einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2021 ist das „Gemeinsame Unternehmen für europäisches Hochleistungsrechnen“ (EuroHPC) ins Leben gerufen worden. Weil seit damals auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz jedoch gewaltige technische Fortschritte vonstattengingen, musste die Verordnung angepasst werden.

Mit der Änderung wird das EuroHPC mit der erforderlichen Rechtsgrundlage ausgestattet, die zur Gründung von KI-Gigafabriken in Europa notwendig ist. Die neue Verordnung kann in Kraft treten, nachdem auch das Europäische Parlament – wahrscheinlich nächste Woche – seine Meinung dazu abgegeben hat.

Für Rechenleistung erforderlich
„Die KI-Gigafabriken sind extrem relevant, um Europa zukunftsfit zu machen“, sagte Österreichs Forschungsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ). Für einen der fünf Standorte hat sich Wien beworben. Holzleitner unterstrich, dass die KI-Gigafabriken erforderlich seien, „um als Europäische Union bereit zu sein für all‘ das, was als Rechenleistung benötigt wird“.

Würde Wien den Zuschlag für eine KI-Gigafabrik erhalten, hätte dies laut Holzleitner einen „großen Effekt“ auf die Wissenschafts- und Forschungs-Community, „letzten Endes vermutlich aber auch auf die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs“, so die Ministerin. Für die fünf Standorte gibt es EU-weit 77 Bewerbungen.

Die dänische Wissenschaftsministerin Christina Egelund als Vertreterin der Ratspräsidentschaft hielt KI-Gigafabriken für „enorm wichtig“ im weltweiten Technologie-Wettbewerb. „Wir schulden den Europäern eine gewichtige Antwort zu amerikanischen und chinesischen Stärken in diesem Bereich“, so Egelund.

Die etwa 20 Milliarden Euro schwere Finanzierung der KI-Fabriken soll über EU-Gelder, Gelder der Mitgliedsstaaten und private Investoren erfolgen. Auch das ist in der Verordnung festgehalten. Ebenso ermöglicht sie die Umleitung nicht verwendeter EU-Mittel in KI-Gigafactory-Projekte.

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