Die großen Happen gibt’s nur in der Champions League zu gewinnen: Sogar ein Verein, der in der Gruppenphase der Königsklasse kein einziges Match gewinnt, kassiert mit 8,6 Millionen Euro nicht viel weniger als der Sieger des kleinen "Bruder-Bewerbs", wo’s für den Final-Triumphator 9,9 Millionen gibt.
Die Differenz ist in der Praxis sogar noch geringer, weil zu diesen Prämien die Zuschauereinnahmen und die Anteile aus dem Marktpool dazukommen, der sich aus den anteiligen Werten der Fernsehrechte der Länder ergibt. Diese Summen sind in der Topklasse meist höher.
Kein Wunder, dass sich die mächtigen Fußballnationen bis zu vier Startplätze in der Champions League gesichert haben: Die deutschen, spanischen oder englischen Klubs wollen am liebsten unter sich bleiben – Vereine wie die Wiener Austria sind wie Störenfriede, mit denen kaum Geld zu verdienen ist.
Damit begeht die UEFA einen großen Fehler: Der Fußball soll zwar Weltsportart bleiben, die führenden Funktionäre schaffen aber sogar im kleinen Europa einen elitären Mikrokosmos – und die Außenstehenden werden immer ärmer.
Entweder man erhöht die Chancen für die Teilnahme kleinerer Länder an der Millionen-Liga oder wertet die Europa League finanziell auf – dass deren Sieger im kommenden Jahr bei der Champions League mitmachen kann, ist keine Reform, sondern Augenauswischerei: zum Heulen!
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