30.11.2005 15:15 |

Skandal-Match

Urteil zu Türkei - Schweiz erst nächstes Jahr

Der Weltfußballverband (FIFA) will erste Urteile zum Skandalspiel in der WM-Relegation zwischen der Türkei und der Schweiz erst im kommenden Jahr verkünden. "Auf Grund des aufwendigen Ermittlungsverfahrens werden die Urteile erst für Anfang 2006 erwartet", heißt es in einer Mitteilung der FIFA.

m Montag und Dienstag wurden in Zürich 22 Personen zu den Vorkommnissen nach der Partie (16. November) befragt. Nach Auswertung der Befragungen will die FIFA-Disziplinarkommission "so rasch als möglich über die nächsten prozessualen Schritte befinden".

Neben den Befragungen im Hauptverfahren gegen den türkischen Fußballverband seien auch in Einzelverfahren die betroffenen Personen als Angeklagte vernommen worden. Abhängig vom Untersuchungsergebnis soll entschieden werden, ob weitere Einzelverfahren eröffnet werden. Zur ersten Vernehmungsrunde in der FIFA-Zentrale waren auch die am Spiel beteiligten Bundesliga-Profis Özalan Alpay (1. FC Köln), Raphael Wicky (Hamburger SV) und Benjamin Huggel (Eintracht Frankfurt) gereist. Darüber hinaus standen auch der türkische Nationaltrainer Fatih Terim sowie dessen Assistent Mehmet Özdilek Rede und Antwort.

Im Moment nur "Sachverhalts-Feststellung"
Sinn der Befragungsrunde im Hauptverfahren gegen den türkischen Fußballverband sowie in den bisher eröffneten Einzelverfahren gegen Alpay, Özdilek, Emre Belozoglu (alle Türkei), Huggel und Stephan Meyer (beide Schweiz) sei "einzig und allein die Feststellung genauer Sachverhalte" gewesen.

Im Anschluss an die Partie in Istanbul, bei der sich die Schweiz trotz einer 2:4-Niederlage für die WM in Deutschland qualifiziert hatte, war es zu Ausschreitungen gekommen. Der Türkei droht deshalb der Ausschluss aus der WM-Ausscheidung für 2010, den beschuldigten Spielern eine lange Sperre. Der verärgerte FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte einen Tag nach dem Relegationsspiel ein "hartes Durchgreifen" angekündigt.

Montag, 17. Mai 2021
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