28.11.2005 11:04 |

NFL

Großer Tag für "Helden aus der 2. Reihe"

Zum "Tag der Reservisten" wurde der 12. Spieltag der National Football League. In Ryan Fitzpatrick, der beim 33:27-Erfolg der St. Louis Rams bei den Houston Texans sein NFL-Debüt feierte, und David Garrard, der die Jacksonville Jaguars zum 24:17 bei den Arizona Cardinals führte, avancierten zwei Nachwuchs-Spielmacher zu den Überraschungsstars.

Bereits im ersten Viertel in Arizona musste der etatmäßige Jaguars-Spielmacher Byron Leftwich mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld. Neben 115 Pass-Yards erlief Garrard selbst 66 Yards Raumgewinn für das Team aus dem Norden Floridas, das damit seine Play-off-Ambitionen wahrte.

Fitzpatrick hält St. Louis im Rennen
Die hat St. Louis trotz des fünften Erfolgs des Jahres nur noch rein theoretisch. Nachdem eine Woche zuvor bereits Stamm-Quarterback Marc Bulger mit einer schweren Schulterverletzung ausgefallen war, erwischte es diesmal seinen Stellvertreter Jamie Martin. Die Konfusion der Rams nutzten die Texans zur 24:3-Halbzeitführung. Dann legte Fitzpatrick los: Der 23-Jährige, der im Frühjahr vom Harvard College geholt worden war, erwarf 310 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns. In der regulären Spielzeit glichen die Rams zum 27:27 aus, in der Verlängerung bediente Fitzpatrick Passempfänger Kevin Curtis mit dem siegbringenden Zuspiel über 56 Yards.

Seahawks bezwingen Giants
Auch die Seattle Seahawks benötigten die Verlängerung, um das 24:21 gegen die New York Giants und damit ihren siebten Sieg in Folge sicherzustellen. Bevor Kicker Josh Brown in der 72. Spielminute aus 37 Yards traf, brauchte das Westküsten-Team eine Menge Glück. New Yorks Kicker Jay Feely vergab aus 40, 45 und 54 Metern gleich drei Mal die Chance, die Giants zum Sieg zu schießen.

Chargers kämpfen Redskins nieder
Die San Diego Chargers gewannen die dritte "Overtime"-Partie des Sonntags. Die Süd-Kalifornier egalisierten bei den Washington Redskins erst im letzten Viertel einen 7:17-Rückstand. Gleich im zweiten Spielzug der Verlängerung brachte ein 41-Yard-Lauf des überragenden LaDainian Tomlinson, der insgesamt 213 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns erzielte, die Entscheidung zum 23:17-Endstand. Bitter für die Bundeshauptstädter: Zum dritten Mal in Folge verspielte Washington im Schlussviertel einen Rückstand. Zudem gewann eine Woche nach Norv Turner mit den Oakland Raiders mit Chargers- Cheftrainer Marty Schottenheimer erneut ein ehemaliger Coach bei den Redskins, den sie - nach der Saison 2001 - gefeuert hatten.

Vikings holten vierten Sieg in Folge
Ihre Erfolgsserie setzten auch die Minnesota Vikings und Brad Johnson fort. Mit dem 24:12 gegen die Cleveland Browns feierte Johnson, der seine Karriere einst als Quarterback der London Monarchs in der NFL Europe begonnen hatte, den vierten Sieg in Folge. Der bereits 37-Jährige, der 2002 mit den Tampa Bay Buccaneers im Superbowl triumphiert hatte, war vor der Saison als Ersatzmann für Spielmacher Daunte Culpepper geholt worden. Die Vikings sind mit Johnson unbesiegt.

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