Radweg trotz Sparen?

FPÖ-Kritik an neuem Radweg Kosten: 445.000 Euro

Niederösterreich
10.07.2025 12:00

Ein neuer Geh- und Radweg über das Gelände des Frachtenbahnhofes Pfaffstätten kostet 445.000 Euro. „Ein falsches Signal zur falschen Zeit“, meint die Badener FPÖ im Hinblick auf die traurige Finanzsituation der Kurstadt. Finanziert wird das Projekt jedoch über Förderungen. 

Wirbel in Baden. Während die Gebühren für Kinderbetreuung, Wasser, Kanal oder Bestattungskosten erhöht werden, planen ÖVP, Grüne und „Wir Badener“ einen neuen Geh- und Radweg über das Gelände des Frachtenbahnhofs Pfaffstätten. „Der Luxus-Radweg ist die falsche Priorität“, so FPÖ-Baden-Chef Gottfried Forsthuber. Außerdem gäbe es laut Forsthuber bereits eine durchgehende Verbindung für Radfahrer nach Pfaffstätten. Und: „Die bunte Stadtkoalition verspielt ihr Vertrauen in rasendem Tempo“. FPÖ-Verkehrssprecher Thomas Frühbeck meint dazu: „Bei dieser Stadtkoalition ist der Steuerzahler der Dumme. VP-SP-Bürgerliste setzen Schwerpunkte, die an der Lebensrealität der Bürger vorbeigeht.“

Finanzierung erfolgt vollständig durch Förderungen
ÖVP-Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli rechtfertigt das Projekt, denn: „Es kann vollständig über Fördermittel finanziert werden. Eine Förderung über das Bundes-KIP-Programm zuzüglich noch anzusuchender Förderungen in Höhe von 40 - 50 % durch klima:aktiv mobil (KPC) sowie der analogen Förderstelle des Landes Niederösterreich stellen sicher, dass Baden den Radweg-Lückenschluss als kostenneutrales Projekt abwickeln kann.“

Zitat Icon

Je mehr Menschen mit dem Rad zum Bahnhof fahren, desto mehr Parkplätze bleiben dort frei.

ÖVP-Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli

Derzeit müssen Radfahrer in Pfaffstätten entlang der Hauptstraße fahren. 

„Die Trasse führt über 380 Meter über das brachliegende Gelände des Frachtenbahnhofs, verbindet die bestehenden Radwegenetze von Baden und Pfaffstätten und schafft eine direkte, sichere Verbindung für Radfahrer“, so Jeitler-Cincelli über die Notwendigkeit es Ausbaus. 

Damit erfolgt ein wichtiger Lückenschluss im überregionalen Radschnellweg Wien - Wiener Neustadt, der seit 2020 unter Moderation des Landes entwickelt wurde.

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