Auf Autobahnen

Ablenkung häufigste Ursache bei tödlichen Unfällen

Österreich
25.10.2013 09:00
Ablenkung ist im Vorjahr die Ursache für jeden dritten tödlichen Unfall auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen gewesen. 18 Menschen wurden 2012 laut Asfinag bei derartigen Unfällen getötet, 1.223 Menschen verletzt. "Während eines Telefongesprächs beispielsweise steigt das Unfallrisiko um das Vierfache", so Asfinag-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner.

"Ist man zum Beispiel durch das Bedienen eines Handys 2,5 Sekunden abgelenkt, fährt ein Lenker mit 80 km/h ganze 55 Meter 'blind'. Bei 130 km/h sind es sogar 90 Meter", erklärte Lautner.

"Müdigkeit kann fatale Folgen haben"
An zweiter Stelle der Ursachen für tödliche Verkehrsunfälle liegt Übermüdung. Dabei starben im Vorjahr neun Menschen, 660 wurden verletzt. "Wir können es nicht oft genug wiederholen: Setzen Sie sich nur ausgeruht ins Fahrzeug! Müdigkeit kann fatale Folgen haben", so der Verkehrssicherheitsexperte.

"Unbedingt auf körperliche Signale wie Augenbrennen oder Gähnen achten. Auch zu dichtes Auffahren, und Unkonzentriertheit weisen auf Müdigkeit hin." Bewegung und frische Luft sorgen für Abhilfe. Besonders in der Nacht steigt das Unfallrisiko. Zwischen 2 und 5 Uhr befindet sich der Körper normalerweise im Tiefschlaf und somit im Leistungstief. Energydrinks, Kaffee oder koffeinhaltige Getränke sind kein Ersatz für Pausen und Schlaf.

Zu hohes Tempo als dritthäufigste Unfallursache
Schnellfahren und mangelnder Sicherheitsabstand liegen bei den Ursachen für tödliche Unfälle ebenfalls ganz weit vorne, wie die Analyse des Unfallgeschehens der Asfinag zeigt: sieben Tote und 660 Verletzte wegen nicht angepasster Geschwindigkeit, drei Tote und 439 Verletzte wegen zu dichten Auffahrens.

Insgesamt wurden im Vorjahr 64 Menschen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen getötet, 3.375 wurden verletzt. Im ersten Halbjahr 2013 gab es bereits 18 Tote.

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