Nur vier Portugiesen

Portos Weltauswahl zeigt Respekt vor der Austria

Sport
17.09.2013 15:32
Der FC Porto ist am frühen Dienstagnachmittag mit einem 19-Mann-Kader und jeder Menge Selbstvertrauen im Gepäck im verregneten Wien gelandet. Die Portugiesen gastieren am Mittwochabend (20.45 Uhr) zum Auftakt der Champions-League-Gruppe G im Wiener Ernst-Happel-Stadion, in dem sie 1987 mit dem Triumph im Meistercup einen der größten Erfolge der Klubgeschichte gefeiert haben. Vor der Austria zeigt Portugals Serienmeister, der zum 18. Mal in der "Königsklasse" dabei ist, Respekt.

"Auf uns wartet eine schwierige Aufgabe. Die Austria spielt zum ersten Mal in der Champions League, dementsprechend engagiert werden sie auftreten", meinte Portugals Teamstürmer Silvestre Varela. Der 28-Jährige war zuletzt zwei Wochen mit einer Muskelverletzung außer Gefecht gewesen, bei der Generalprobe am Samstag daheim gegen Gil Vicente (2:0) meldete sich Varela aber mit seinem Treffer zum 1:0 wieder zurück.

Vorsicht vor Starstürmer Jackson Martinez
In Wien wird wohl vor allem Starstürmer Jackson Martinez (Bild) für jede Menge Torgefahr sorgen, der Kolumbianer wird bei den "Drachen" als Nachfolger von Falcao gefeiert. Sein Landsmann hatte ja von 2009 bis 2011 für Porto-Tore fast wie am Fließband gesorgt. Dafür ist nun Martinez zuständig. In der vergangenen Saison schoss er Porto mit 26 Toren zum Meistertitel, in der noch jungen Saison hat er auch schon wieder vier Treffer auf dem Konto.

Porto-Cheftrainer: Austria ist "starke Mannschaft"
Die Austria bezeichnete der neue Cheftrainer Paulo Fonseca als "starke Mannschaft, denn sonst wären sie nicht in der Champions League". Nicht nach Wien gereist sind der verletzte brasilianische Innenverteidiger Maicon und der gesperrte belgische Mittelfeldakteur Steven Defour. Porto ist dennoch mit einer kleinen Weltauswahl in der österreichischen Hauptstadt gelandet: Im Aufgebot befinden sich nur vier Portugiesen, dazu kommen Kicker aus Brasilien (5), Argentinien (2), Kolumbien (2), Mexiko (2), Uruguay, Algerien, Frankreich und Russland.

In Portugal registrieren die Zeitungen eine "violette Euphorie" in Wien, Porto dürfe sich auf ein Fußball-Fest vor mehr als 30.000 Zuschauern freuen. "Das ist ein Kunststück, schließlich hat die Austria ja nicht Barca oder Real gezogen", meinte "Record" angesichts des großen Fan-Interesses anerkennend.

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