Österreichs Alpinen droht die 11. Weltcup-Saison ohne Kugel, im Slalom der Damen sind die Schlussprint-Qualitäten von Katharina Liensberger der Trumpf.
Zehnmal fuhr Österreichs Skiverband seit Beginn des Weltcups 1966 am Ende des Winters ohne eine Kristallkugel nach Hause. Zuletzt war das so im März vor zwei Jahren beim Finale in Andorra. Eine Frau kann die elfte Auflage einer kristalllosen Saison heute (16/19 Uhr) in Sun Valley (Idaho, USA) aber noch verhindern: Die Vorarlbergerin Katharina Liensberger (27) geht als Dritte des Disziplinen-Weltcups in den letzten Slalom, 51 Punkte hinter der Zrinka Ljutic (Kro), 41 hinter der Schweizerin Camille Rast.
Und nicht nur Cheftrainer Roland Assinger setzt beim Showdown auf seine Athletin: „Ich traue ihr alles zu, wir können nur gewinnen.“
Zumal Liensberger schon einmal den Schlusssprint zu Kristall gemacht hat: 2021 kam sie 22 Punkte hinter Petra Vlhova (Slk) zum Finale in die Lenzerheide – und holte mit dem Tagessieg auch die Slalom-Kugel.
„Das hilft mir jetzt schon sehr“
„Dass die schon zu Hause steht, hilft mir jetzt schon sehr“, sieht sich Katharina da im Vorteil gegenüber den kugellosen Ljutic und Rast. Koketter Nachsatz: „Und eine zweite würde da doch gut dazu passen, oder?“
Die Grippe von Åre hat sie überstanden, das Riesentorlauf-Aus sieht sie als Plus: „Jetzt kenne ich den Hang, muss heute nur meine Qualitäten auspacken.“ Nerven? Da hat sie schon mehrmals nur lächelnd gewinkt.
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