Im Kennedy Center

J.D. Vance wird bei Besuch von Konzert ausgebuht

Außenpolitik
14.03.2025 16:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Einen unfreundlichen Empfang hat der Stellvertreter des US-Präsidenten, J.D. Vance, bei einem Konzertbesuch im Kennedy Center über sich ergehen lassen müssen. Er wurde für etwa eine halbe Minute ausgebuht, als er sich auf seinen Logenplatz setzte. Das könnte etwas mit dem Gebaren seines Chefs zu tun haben. 

Vance wollte mit seiner Ehefrau Usha vor Kurzem ein Konzert des griechischen Geigers Leonidas Kavakos und des National Symphony Orchestra in Washington genießen – doch der Empfang von anderen Konzertbesuchern war etwas feindselig. Ein Video eines Korrespondenten des „Guardian“ zeigt, wie erst vereinzelte Buhrufe ertönen, als das Paar im Vorführungssaal erscheint, und dann immer mehr Gäste ihrem Unmut über das Auftreten des Vizepräsidenten Luft machen. 

Der Korrespondent Andrew Roth filmte den Vorfall mit und veröffentlichte den Clip auf der Kurznachrichtenplattform X:

Vance versucht, sich nichts anmerken zu lassen und nimmt währenddessen gelassen einen Schluck von seinem Getränk. Dann winkt er von seinem Logenplatz und wechselt ein paar Worte mit seiner Frau. 30 Sekunden ertönen die Rufe. 

Das John F. Kennedy Center for the Performing Arts
Das John F. Kennedy Center for the Performing Arts(Bild: AFP/MANDEL NGAN)

Trump riss Macht über Kulturzentrum an sich
Der Zorn mancher Besucher könnte damit zu tun haben, dass sein Chef, US-Präsident Donald Trump, die Spielstätte kurz nach seinem Amtsantritt unter seine Kontrolle gebracht hatte. Das Staatsoberhaupt entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums und übernahm selbst den Vorsitz. Der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, wurde zum Präsidenten der Einrichtung.

Mit diesem Schritt will die republikanische Regierung gegen die „Woke-Kultur“ vorgehen. Einige Künstler setzten daraufhin ein Zeichen gegen die Machtübernahme Trumps in der Institution. Die Sängerin und Musikerin Rhiannon Giddens sagte mehrere Auftritte ab. Die Macher des Broadway-Musicals „Hamilton“ entschlossen sich ebenfalls, ihre Vorstellungen in Washington abzusagen.

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