Ralf Schumacher hat vor Beginn der neuen Formel-1-Saison ein knallhartes Urteil über Ferrari gefällt. Die Verpflichtung von Lewis Hamilton bedeute ein großes Risiko. Die aktuelle Konstellation führe dazu, dass sowohl der Routinier, als auch Teamkollege Charles Leclerc großen Druck spüren würden. „Beide Seiten können nur verlieren“, ist sich der ehemalige Formel-1-Pilot sicher.
„Beide Seiten können nur verlieren. Ist Charles Leclerc langsamer, dann wird er nicht mehr als das Ausnahmetalent gehandelt, für das man ihn gerne hält. Und für Lewis Hamilton wird es umgekehrt auch schwer, wenn Leclerc die Nase vorn hat. Teamintern ist da schon ganz schön Druck auf dem Kessel“, argumentiert Schumacher im Podcast „Backstage Boxengasse“.
Der Deutsche ist sich deshalb nicht sicher, ob sich Ferrari mit der Hamilton-Verpflichtung einen Gefallen getan hat: „Ich finde es schön, dass er sich der Herausforderung stellt. Aber das Risiko ist für Ferrari sehr, sehr hoch.“ Die Suderia hatte zuletzt auch bei den Testfahrten in Bahrein mit Problemen zu kämpfen.
Verwunderung über Hamilton-Entscheidung
Schumacher sieht teamintern generell Leclerc im Vorteil. Hamilton brauche derzeit noch Eingewöhnungszeit und könne schon alleine deshalb nicht realistisch um den WM-Titel mitfahren, so der 49-Jährige.
Zudem blickt der Deutsche immer noch etwas verwundert auf die Entscheidung des siebenfachen Weltmeisters: „Ich wüsste nicht, ob ich die Entscheidung getroffen hätte, neben Leclerc zu fahren. Denn der eine Fahrer ist voll im Saft, während der andere schon Richtung Rente geht – auch wenn sich das doof anhört und ich will nicht unfair sein.“ Mal sehen, ob Hamilton ihn und andere Kritiker zum Verstummen bringt ...
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