„Wir wollen Frieden“

Selenskyj bedauert Streit mit Trump im Weißen Haus

Außenpolitik
04.03.2025 17:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Streit mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus als „bedauerlich“ bezeichnet. Es sei Zeit, die Dinge in Ordnung zu bringen und eine konstruktive Zusammenarbeit zu schaffen. Er und sein Team seien bereit, an einem dauerhaften Frieden zu arbeiten, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.

Schließlich wolle niemand einen „endlosen Krieg“, niemand würde sich Frieden mehr wünschen als die Ukrainerinnen und Ukrainer. Die ersten Schritte könnten das Freilassen von Gefangenen, ein Waffenstillstand in der Luft und auf See sein – vorausgesetzt, der Kriegsgegner halte sich ebenfalls daran.

Selenskyj und sein Team wüssten „wirklich zu schätzen“, wie viel das Weiße Haus getan habe, um der Ukraine zu helfen, heiß es weiter. Bedauerlicherweise sei das Treffen am Freitag im Weißen Haus in Washington nicht so wie geplant verlaufen. Damit die künftige Zusammenarbeit und Kommunikation konstruktiv sei, sei es Zeit, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.

Hier sehen Sie das Posting von Wolodymyr Selenskyj auf X.

Abkommen über Mineralien noch möglich
Das geplante Rohstoffabkommen mit den USA sei noch nicht vom Tisch. Die Ukraine sei jederzeit bereit, ein solches zu unterzeichnen, schrieb Selenskyj. Es handle sich um einen Schritt für mehr Sicherheit und Garantien.

Wie berichtet, endete der Besuch des ukrainischen Präsidenten am Freitag im Weißen Haus in einem Wortgefecht. Trump und sein Vize Vance warfen Selenskyj unter anderem vor, respektlos zu sein und die bisherige US-Militärhilfe für die Ukraine nicht zu schützen. Er sei nicht ernsthaft an Frieden interessiert, hieß es. Das Weiße Haus sei bereit, sich wieder mit Selenskyj zu treffen, wenn sich dieser ernsthaft auf die Details einlasse.

Der ukrainische Regierungschef hatte unter anderem versucht, die US-Regierung davon zu überzeugen, dass mit Russlands Machthaber Wladimir Putin schwer zu verhandeln sei. Das Gespräch wurde abgebrochen, die ursprünglich angesetzte Pressekonferenz abgesagt.

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