Streit im Weißen Haus

Vance wollte Situation mit Selenskyj „entschärfen“

Außenpolitik
04.03.2025 14:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

In einem Interview sagt der US-Vizepräsident J.D. Vance, er habe bei dem Wortgefecht am Freitag im Weißen Haus die Situation nur „entschärfen“ wollen. Er wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weiterhin vor, nicht bereit für Friedensverhandlungen mit Russland zu sein.

Der Besuch des ukrainischen Präsidenten am Freitag im Weißen Haus endete in einem Wortgefecht. US-Präsident Donald Trump und sein Vize überschütteten Selenskyj mit Vorwürfen. Vance warf dem Ukraine-Präsidenten vor, respektlos zu sein.

Kritik an Selenskyj bleibt
Er wollte die Situation am Freitag im Oval Office nur „entschärfen“, sagt jetzt J.D. Vance im Interview mit dem Fernsehsender Fox News. Aber bei seiner Kritik an Selenskyj bleibt er. Vance sagt, der ukrainische Präsident wolle keine Friedensverhandlungen mit Russland führen. „Man kann nicht ins Oval Office oder sonst wohin kommen und sich weigern, auch nur die Details eines Friedensabkommens zu besprechen“, erklärt der Vize-Präsident. 

Ukraine-Präsident „nicht bereit“ für Friedensverhandlungen
Selenskyj „hat deutlich gezeigt, dass er nicht bereit ist, sich auf den Friedensprozess einzulassen, den Präsident Trump als die Politik des amerikanischen Volkes und seines Präsidenten bezeichnet hat“, sagt Vance. „Aber ich denke, er wird es irgendwann schaffen, er muss es schaffen“, so der Vizepräsident der USA.

Die USA seien jedenfalls bereit, sich wieder mit Selenskyj zu treffen, wenn dieser sich ernsthaft auf die Details einlasse, versichert Vance. „Der einzige realistische Weg, diese Sache zu einem Abschluss zu bringen, ist der Weg von Präsident Trump. Wir ermutigen sowohl Präsident Selenskyj als auch Präsident Putin, diesen Weg zu gehen“, so Vance.

Es sei im Sinne der Ukraine, Russlands, Amerikas und Europas, dass der Krieg beendet werde, erklärt Vance. Die Amerikanerinnen und Amerikaner wollen den Krieg nicht „auf unbestimmte Zeit“ finanzieren. Das Interview wurde aufgezeichnet, bevor Donald Trump die Militärhilfen für die Ukraine ausgesetzt hat.

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