Wieder einmal Aufregung um ein Bauvorhaben in Graz: Im Zuge des Ausbaus der Linie 1 soll der Verkehr durchs Wohngebiet umgeleitet werden
Ende 2025 werden die Bagger auffahren. Die Linie 1 in Mariatrost soll in der Hilmteichstraße künftig zweigleisig befahrbar sein, die Bim-Intervalle sollen so drastisch verkürzt werden. Stolze 20 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Projekt kosten. Und Grazer wie Pendler wissen, dass derartige Großprojekte in der Landeshauptstadt mit kleineren (oder meist größeren) Einschränkungen für den Verkehr einhergehen.
Gefährlicher Bahnübergang
Im elften Grazer Stadtbezirk sehen deshalb die Anrainer am Lindenhofweg, der benachbarten Stenggstraße oder Eschengasse eine Verkehrslawine auf sich zurollen. Denn ausgerechnet durch diese ruhige Wohngegend soll während der Bauphase der Ausweichverkehr führen. Dazu soll etwa auch der Straßenbahnübergang am Lindenhofweg wieder für Pkw & Co. freigegeben werden. „Diese Kreuzung wird gefährlich“, mahnt Hans Marcher.
Der ehemalige SPÖ-Geschäftsführer ist einer der direkt Betroffenen. „Diese Kreuzung wurde vor Jahren nicht umsonst für den Autoverkehr geschlossen, jedes Jahr sind da Unfälle passiert – teils sogar tödliche.“ Hinzu komme, dass die schmalen Gassen für mehr Verkehr schlichtweg nicht geeignet seien. „Hier wohnen viele Familien mit Kindern – ein Ausweichen ist nur schwer bis gar nicht möglich.“
Stadt prüft Verkehrsführung neu
Bei den Verantwortlichen stießen die Sorgen der Anwohner vorerst nicht auf taube Ohren – auf Antrag von Gemeinderat Christian Kozina-Voit (Grüne) hat der Verkehrsausschuss beschlossen, dass die Verkehrsführung nun noch einmal geprüft wird.
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