Causa Reifentests

Red Bull hält Strafe für Mercedes für unausweichlich

Sport
09.06.2013 10:47
Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko sieht im Fall des umstrittenen Reifentests eine harte Strafe für Mercedes als zwingend an. "Wenn dieser Test ohne Konsequenzen durchgewinkt wird, würden alle Verhandlungen über Kostenbegrenzung über Bord gehen. Das wäre die Öffnung der Büchse der Pandora, die wir dann kaum jemals wieder schließen könnten", sagte Marko der offiziellen Formel-1-Website vor dem Grand Prix von Kanada.

Mercedes hatte Mitte Mai in Barcelona drei Tage lang Proberunden für den Einheitslieferanten Pirelli gedreht. Weil Testfahrten während der Saison vor allem aus Kostengründen mit wenigen Ausnahmen verboten sind, legten Red Bull und Ferrari Protest ein. Der Automobil-Weltverband (FIA) verwies den Fall zur Prüfung an sein Internationales Tribunal, das am 20. Juni über mögliche Strafen entscheiden soll.

Für Red Bull ist die Sachlage klar. "Zuallererst wurde das sportliche Regelwerk gebrochen. Und dann gibt es noch eine Testvereinbarung unter allen Teams - ein Gentlemen's Agreement, das wir noch nicht einmal erwähnt haben und das ebenfalls verletzt wurde", erinnerte Marko. Sollte der Test von Mercedes folgenlos bleiben, würden auch Motorenbauer wie Renault auf Zusatztests drängen, warnte der Steirer.

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