Auf Hochtouren laufen die Ermittlungen gegen Kriminaltouristen aus Ungarn, die in Österreich auf Speck und andere Leckerbissen scharf waren
Krimineller Heißhunger trieb diese dreiste Lebensmittelbande an. Fünf ungarische Komplizen kamen offenbar schon seit vielen Monaten in den Osten Österreichs, um den Hofladen von renommierten landwirtschaftlichen Betrieben heimzusuchen. Die Täter ließen nichts anbrennen. Sie hatten stets regionale Spezialitäten im Visier, die besondere Gaumenfreuden versprachen. Ihr Hunger nach schmackhafter Beute war kaum zu stillen. Solange nicht die Gefahr bestand, erwischt zu werden, packten die „gefräßigen“ Kriminaltouristen ein, was sie ergattern konnten.
Zeuge schlug sofort Alarm: Fünf Serientäter gestellt
Ertappt wurde das Quintett schließlich am Christtag gegen 14.30 Uhr. In Feldbach im Bezirk Südoststeiermark sah ein Fußgänger, wie die fünf Verdächtigen Lebensmittel aus einem Hofladen in einem Trolley verschwinden ließen. Der aufmerksame Passant verständigte umgehend die Familie, die diesen Hofladen betreibt. Gemeinsam mit dem Zeugen stellten die Besitzer die Kriminellen prompt zur Rede. Kurz darauf traf auch schon die alarmierte Polizei ein. Bei den mutmaßlichen Serientätern handelte es sich um Männer und Frauen zwischen 22 und 44 Jahren. Der Wert der Lebensmittel betrug mehrere hundert Euro.
Im selben Hofladen hatte die Bande bereits im Oktober zugeschlagen, wie sich bei den Erhebungen herausgestellt hat. „Ebenso dürften die Verdächtigen heuer im Juli mit demselben Modus Operandi einen Coup in der Oststeiermark verübt haben“, erklärt ein Beamter. Jetzt wird ermittelt, ob das ungarische Quintett weitere Diebstähle in Ostösterreich auf dem Kerbholz hat.
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