Baumgartner hatte vor einer Woche für Aufsehen gesorgt, weil er im "Krone"-Interview von einem politischen Eingriff in sein Steuerverfahren gesprochen hatte (siehe Infobox). Demnach habe ein von ihm namentlich nicht genannter Finanzstaatssekretär die Aberkennung des Sportler-Privilegs durch die Finanzbehörden "rückgängig gemacht".
"Der Finanzstaatssekretär ist damals gegangen, damit war die schützende Hand wieder weg. Und dann hat das Finanzamt wieder begonnen, diese Geschichte aufzugreifen. Ich wollte Rechtssicherheit", so Baumgartner damals. Deshalb sei er in die Schweiz gezogen.
Lopatka bestätigt Kontakt zu Baumgartner
Der frühere ÖVP-Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka hat nun zwar den Kontakt zu Baumgartner bestätigt, betonte aber, lediglich eine allgemeine Prüfung des Falles veranlasst zu haben, die dann aber zu Ungunsten Baumgartners ausgefallen sei.
Sportler, die regelmäßig bei Wettkämpfen im Ausland auftreten, müssen seit 2000 nur noch ein Drittel ihres Einkommens versteuern, was einen Spitzensteuersatz von maximal 17 Prozent statt 50 Prozent bedeutet. Für Kritik sorgte zuletzt, dass dieser Steuervorteil nicht nur Preisgelder umfasst, sondern auch Werbeeinnahmen.
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