Die Helfer des Gnadenhof Tierparks Wolfsgraben in Niederösterreich kämpften um das Leben des Karakalbabys „Amarulo“. Die Wildkatze wurde von einer Ukrainerin in einem Käfig (samt Brief) ausgesetzt. Nun konnte Publikumsliebling Kristina Sprenger die Patenschaft übernehmen und ein Plädoyer gegen Wildtierhaltung in Privathaushalten halten.
Dass dieses Bild entstanden ist, ist wirklich nur einer lückenlosen Hilfskette zu verdanken, an deren Ende am Sonntag im Gnadenhof Tierpark Wolfsgraben in Niederösterreich, ein kleiner Feierakt stand. Hier übernahm Schauspielerin und Berndorf-Intendantin Kristina Sprenger die Patenschaft für den jungen Karakal namens „Amarulo“.
An der Autobahn ausgesetzt
Die Geschichte der rund vier Monate alten, afrikanischen Wildkatze lässt keinen kalt: Im Spätsommer wurde das Karakalbaby auf einem Autobahnparkplatz bei Alland, in einem Käfig ausgesetzt, gefunden. Ein Brief einer Ukrainerin (sie bat in dem Schrieb um Hilfe und hoffte auf ein Weiterleben des Tieres) wurde darin gefunden. Oft werden in Russland und der Ukraine Karakale aus Haustiere gehalten, weil sie als Statussymbole gelten. Bei uns in Österreich ist deren Privathaltung streng verboten.
Warnung vor Wildtierhaltung daheim
Seitens des Tierparks wird man angesichts dessen freilich nicht müde, ausdrücklich vor dem Ankauf dieser Wildtiere zu warnen. So wie Kristina Sprenger: „Es ist ein Wahnsinn, dass jemand überhaupt auf die Idee kommt eine Wildkatze als Haustier zu halten! (...) Auch, dass Menschen Tiere, Exoten im Internet kaufen, finde ich ganz schrecklich. Der ,Amarulo‘ war ein Baby, als er ausgesetzt wurde und es war ein ganz harter Kampf ihn auf die Beine zu bekommen. Man kann es gar nicht beschreiben, wie toll es ist, was die Leute hier geleistet haben und dem Tier jetzt so einen tollen Platz geschaffen haben.“
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