Ein knallvoller VIP-Bereich im Motorrad-Museum an der Timmelsjoch-Mautstelle, geparkte Autos bis fast nach Sölden und 9800 Zuschauer im Ziel und an der Piste – bei der zweiten Auflage hat sich das Slalomrennen im hinteren Ötztal im Weltcup schon etabliert. Auch FIS-Präsident Johan Eliasch staunte am Sonntag über das hohe Niveau der Veranstaltung in Gurgl. Was die Laune des britischen Millionärs sichtlich nicht heben konnte.
Vielleicht lagen ihm andere Dinge im Magen. Die Skiverbände von Schweiz und Deutschland haben zwar jüngst (vorläufig) die Zentralvermarktung unterschrieben, Österreichs General Christian Scherer ließ den FIS-Präsidenten aber wissen, dass der ÖSV die Abmachungen mit seinen Partnern einhalten wird, sich der Zentralvermarktung weiter verweigert. „Wie würde ein Weltcup ohne Österreichs Veranstaltungen aussehen?“, fragte Scherer in Hochgurgl schelmisch.
Was Eliasch zudem sorgen dürfte: In Sachen Airbag kommt ein ordentlicher Wickel auf ihn zu. An sich ist der Airbag in der kommenden Speed-Saison ja verpflichtend, doch verschiedene Athleten haben mit medizinischen Gutachten Ausnahmen erwirkt. Insgesamt über 40! Alleine Österreich hat 16 Ausnahmen beantragt, auch Vincent Kriechmayr gehört dazu.
Was werden die Airbag-Träger sagen, wenn bei den Speedrennen Airbag-Gegner vorne sind?
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