Wertvolle Tipps

Sichtbar sicher: Radeln in der kalten Jahreszeit

Radkrone
28.11.2024 14:19

Selbst im Winter ist Radfahren in Österreich vielerorts möglich. Dennoch gilt es dabei, einiges zu beachten, um sicher ans Ziel zu kommen. Wir haben ein paar wertvolle Tipps gesammelt und ein Alltagsradfahrer erzählt von seinen Erfahrungen.

Kürzere Tage, neblige Abende und rutschige Fahrbahnen. Das Radfahren in der kalten Jahreszeit kann schnell anspruchsvoll sein. Ist man in der Dämmerung, Dunkelheit oder bei Nebel unterwegs, dann ist eine gute Sichtbarkeit das Wichtigste.

Die „Krone“-Redaktion in Klagenfurt testet derzeit ein praktisches, alltagstaugliches E-Bike des deutschen Herstellers QiO. Und dieses verfügt nicht nur über einen leistungsstarken Bosch-Antrieb, sondern auch über eine hochwertige Lichtanlage. „Damit fühle ich mich im Straßenverkehr und bei kurzen Erledigungsfahrten in der Dämmerung absolut sicher“, so Kollegin Claudia Weber.

Claudia Weber mit dem QiO Kompaktfahrrad vor der „Krone“-Redaktion in Klagenfurt
Claudia Weber mit dem QiO Kompaktfahrrad vor der „Krone“-Redaktion in Klagenfurt(Bild: Hannes Wallner)

„Vor allem beim Pendeln, in der Stadt oder im öffentlichen Straßenverkehr verbessert eine gute Beleuchtung die Sicherheit enorm und das nicht nur in der kalten Jahreszeit“, weiß Experte Holger Dassler vom deutschen High-End-Beleuchtungssysteme-Hersteller Lupine: „Licht erzeugt einfach eine deutlich bessere Aufmerksamkeit bei Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern.“

Auch Warnwesten, Reflektoren oder zusätzliche Lichtquellen, wie Stirnlampen, erhöhen die Sichtbarkeit.

Das QiO EINSx P Kompaktfahrrad ist auch für den Offroad-Einsatz und damit auch für die kalte ...
Das QiO EINSx P Kompaktfahrrad ist auch für den Offroad-Einsatz und damit auch für die kalte Jahreszeit geeignet und Straßenverkehrstauglich mit Lichtanlage ausgestattet.(Bild: Hannes Wallner)
Die Fahrradverordnung schreibt bei Fahrten in der Dämmerung und nachts neben einer Lichtanlage ...
Die Fahrradverordnung schreibt bei Fahrten in der Dämmerung und nachts neben einer Lichtanlage auch mehrere Reflektoren vor, wie an den Pedalen.(Bild: Hannes Wallner)
Rotes Rücklicht mit rotem Reflektor
Rotes Rücklicht mit rotem Reflektor(Bild: Hannes Wallner)
Ebenfalls vorgeschrieben sind Speichenreflektoren in gelb oder weiß und mindestens zwei pro Rad. ...
Ebenfalls vorgeschrieben sind Speichenreflektoren in gelb oder weiß und mindestens zwei pro Rad. Alternativ sind reflektierende Streifen an den Reifen (Foto) oder Felgen erlaubt.(Bild: Hannes Wallner)

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrrad-Beleuchtung bei Fahrten in der Dämmerung und bei Dunkelheit braucht es im Winter neben einer wetterfesten Bekleidung, Helm und Handschuhen sowie einer gut funktionierenden Bremsanlage unverzichtbar.

Zudem ist die passende Bereifung entscheidend. Fahrradreifen mit einem guten Profil sorgen dabei für mehr Grip und ein geringer Luftdruck im Reifen verbessert zusätzlich die Bodenhaftung. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann man als Radfahrer bei schlechter Sicht dennoch rasch von Autofahrern übersehen werden.

Eine defensive und vorausschauende Fahrweise ist deshalb von Vorteil, und es kann sinnvoller sein, in manchen Situationen auf den Vorrang zu verzichten, als darauf zu bestehen. Nicht vergessen werden sollte, dass im Winter tiefe Temperaturen, Feuchtigkeit und Streusalz das Fahrrad (insbesondere die Kette) und E-Bike-Akkus besonders stark beanspruchen. Deshalb sollten sie auch häufiger gewartet und gepflegt werden.

Gerhard Fischer ist der Vorsitzende der Radlobby Oberösterreich und besitzt seit 2010 kein Auto ...
Gerhard Fischer ist der Vorsitzende der Radlobby Oberösterreich und besitzt seit 2010 kein Auto mehr.(Bild: zVg)
Ein Alltagsradfahrer erzählt
„Es fehlt oft an Sicherheit!“

Der Oberösterreicher Gerhard Fischer gehört zu den Hartgesottenen, die selbst im Winter mit dem Fahrrad unterwegs sind. Seiner Meinung nach sind nicht Wind und Wetter der Hauptgrund, warum in der kalten Jahreszeit so wenige Menschen Rad fahren: „Es liegt vielerorts einfach an der mangelhaften Radinfrastruktur und viele verzichten auch aus Sicherheitsgründen auf das Rad.“

Der Vorsitzender der Radlobby Oberösterreich pendelt von Montag bis Freitag täglich 20 Kilometer von Steyregg nach Ennsdorf (NÖ). Dabei erlebt er oft „Horrorsituationen“: „Den Großteil der Strecke radle ich am Donauradweg. Die letzten beiden Kilometer bin ich im Mischverkehr unterwegs.“

Da es im Winter morgens und abends oft dunkel ist, setzt Fischer auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Neben einer Warnweste trägt er einen Flasher, ein Hightech-Armband mit integriertem Licht, um von Autofahrern besser gesehen zu werden: „Leider nehmen einige Autofahrer keine Rücksicht auf Radfahrer und überholen sogar trotz Gegenverkehr. Der gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsabstand wird dabei oft ignoriert.“

Fischer, der seit 14 Jahren kein Auto mehr besitzt, ist davon überzeugt, dass viel mehr Menschen vom Auto auf das umweltfreundliche Fahrrad umsteigen, wenn die Infrastruktur besser wäre: „In der Freizeit fahren so viele Österreicher Rad wie noch nie. Aber für eine klimafreundliche Mobilitätswende fehlt es immer noch an ausreichend guter Infrastruktur und Verständnis für die Bedürfnisse von Alltagsradfahren. „Das zeigt sich eben im Winter. „In Linz kämpfen Pendler oft mit vereisten Radwegen, weil der Winterdienst nicht funktioniert“, so Fischer.

Gerhard Fischer ist der Vorsitzende der Radlobby Oberösterreich und besitzt seit 2010 kein Auto mehr. Fischer erledigt alle Alltagsfahrten mit seinem Trekking-E-Bike.

Der Flasher
Hightech aus der Steiermark

Der Flasher ist ein Hightech-Armband mit ultrahellem Front- und Rücklicht und sogar ein gestengesteuerter Blinker samt Bremslicht ist integriert. Der Flasher entstand aus einer Idee der beiden Grazer Ines Wöckl und Alexander Rech, um Radfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr sichtbarer zu machen.

Der Flasher samt Transporthülle und Ladekabel
Der Flasher samt Transporthülle und Ladekabel(Bild: Flasher)

Der Flasher ist StVO-konform und wird mittels eines praktischen Verschlusses auf den Oberarm geklippt. Das smarte Armband ist wasserresistent und kann mittels App gesteuert werden. Den Flasher gibt es ab 99,99 Euro.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Radkrone
28.11.2024 14:19
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung