17.04.2013 19:45 |

Nach Schöttel-Aus

Duo Barisic/Jancker soll Dauerlösung bei Rapid werden

Die Installierung von Zoran Barisic und Carsten Jancker als neues Trainerteam von Rapid ist nicht als Not- oder Billig-Lösung zu verstehen - das haben Präsident Rudolf Edlinger und Sportdirektor Helmut Schulte am Mittwoch vehement betont. "Wir streben mit diesem Duo eine längere Zusammenarbeit an", erklärte Schulte. "Das ist eine Entscheidung, von der wir vollauf überzeugt sind", meinte Edlinger.

Barisic, der 2011 für wenige Wochen Interimstrainer Rapids war, und Jancker wollten bei ihrem Amtsantritt keine großen Reden schwingen und stattdessen den Fokus voll auf die Arbeit richten. "Der Ist-Zustand ist nicht rosig", weiß Barisic. "Wir werden die Ärmel hochkrempeln und alles tun, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bekommen. Wir werden alles Menschenmögliche unternehmen, um mit Ausdauer und harter Arbeit das Vertrauen zu rechtfertigen", sagte der 42-Jährige.

Barisic: "Bin kein mit den Spielern verhaberter Spaßmacher"
Barisic wehrte sich gegen sein Image als mit den Spielern verhaberter Spaßmacher. "Bei den Medien ist man immer in einer Schublade drinnen. Nur weil man viel mit den Spielern kommuniziert, ist man mit ihnen nicht befreundet. Ich bin ehrlich und gerade, und so werde ich auch jedem einzelnen Spieler klarmachen, was ich von ihm erwarte", meinte der seit seiner Kindheit mit Rapid verbundene Neo-Chefcoach.

Barisic bestritt, dass er in den vergangenen Wochen mit einer eventuellen Beförderung spekuliert habe. "Ich habe mich bei den Amateuren sehr wohlgefühlt. Meine Idealvorstellung wäre gewesen: Der Peter (Schöttel, Anm.) wird Meister, wechselt ins Ausland und ich übernehme seinen Posten. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert."

Jancker schwärmt von seinem neuen Chef
Bei seinem ersten Einsatz als Chefcoach vor rund zwei Jahren hatte Barisic die Trainer-A-Lizenz in der Tasche, mittlerweile ist er in Ausbildung für die UEFA-Profi-Lizenz. Von Jancker gab's schon jetzt großes Lob für seinen "Chef": "Der Zoki ist als Trainer nicht aufzuhalten. Er hat in den vergangenen Jahren große Sprünge gemacht, wir können ihm vertrauen." Der erste Einsatz des Duos könnte kaum brisanter sein, am Sonntag muss Rapid zum Derby in Austrias Generali-Arena. "Je schwerer die Aufgabe, umso reizvoller ist sie. Es geht mit einem Knaller los und wir freuen uns darauf", erklärte Barisic.

Schulte: "Haben richtigen Mann in den eigenen Reihen"
"Ich glaube, dass die beiden die Richtigen sind, um die Mannschaft zu stabilisieren. Diese Kombination hat das Zeug, um für Ruhe zu sorgen", zeigte sich Schulte überzeugt. Die Nachbesetzung aus den eigenen Reihen sieht Schulte als logischen Schritt. "Meiner Meinung tut ein Verein gut daran, sich in so einer Situation in den eigenen Reihen umzusehen. Und dabei haben wir sehr schnell gesehen, dass wir den richtigen Mann in den eigenen Reihen haben", so Schulte, der zuletzt bei den Rapid-Heimspielen von zahlreichen Fans zum Rücktritt aufgefordert worden war.

Wie Schulte will übrigens auch Edlinger in den vergangenen Wochen nie an einen Rücktritt gedacht haben. "Ich habe nach wie vor Lust", stellte Edlinger klar und verwies darauf, dass er im November - wie von ihm bereits mehrfach angekündigt - ohnehin nicht mehr zur Wahl antreten werde.

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