Die Steiermark Schau 2025 wirft ihre Schatten voraus: Im Grazer Schloss Eggenberg wurden erste Einblicke in die umfangreiche Würdigung des Fürsten Hans Ulrich von Eggenberg und seines einzigartigen Gebäudes, das im kommenden Jahr sein 400-Jahre-Jubiläum feiert, gewährt.
Aufstieg, Glanz und Niedergang der Eggenberger stehen im Mittelpunkt der nächsten Steiermark Schau, die am 26. April 2025 unter dem Titel „Ambition & Illusion“ im Grazer Schloss Eggenberg eröffnet wird. Die auf einer Idee von Landeshauptmann Christopher Drexler fußende Nachfolgerin der Landesausstellungen feiert damit ihre bereits dritte Auflage und wird wieder vom Universalmuseum Joanneum ausgerichtet.

Vom ersten Fürsten Hans Ulrich, dessen Porträt auch als Sujet der Ausstellung dient, bis zum letzten Eggenberger, der 1717 verstarb, dauerte es nicht einmal 100 Jahre. Doch es war eine aufregende Zeit, die in dieser Steiermark Schau verhandelt wird. Glaubenskriege, eine kleine Eiszeit, Epidemien und Flüchtlingsströme quer durch Europa prägten das 17. Jahrhundert. Brückenschläge in die Gegenwart drängen sich da quasi auf.
Ambitioniert war das Bauvorhaben, das Hans Ulrich von Eggenberg 1625 in Angriff nahm. Ein Schloss, das vor Zahlensymbolik nur so strotzt. Es war zudem ein politisches Manifest, brachte die Utopie von Frieden durch eine gute Regierung zum Ausdruck. Als Wohnhaus war das Schloss nicht so wichtig, als Ort der Repräsentation allerdings schon. Bis heute zeugt es nicht nur von Glanz und Reichtum, sondern auch von internationalen Verbindungen.
Ganz im barocken Sinn war das Schloss eine Bühne, und genau so wird es auch in der Steiermark Schau wieder in Erscheinung treten. Mit modernen Mitteln wie Film, Multimedia, interaktiven Stationen oder Hörspielen soll man in das Leben der Eggenberger eintauchen. Auch akustisch, spielt doch die Musik bei dieser Schau eine große Rolle. Mit der Styriarte und dem Kollektiv Art House hat man ideale Partner dafür gefunden.
Wir machen eine Ausstellung mit dem Haus und nicht eine über das Haus
Paul Schuster, Leiter Schloss Eggenberg und Alte Galerie
Neue Wege der Präsentation
„Sie werden Eggenberg erleben, wie Sie es noch nie gesehen haben“, versprechen Hausherr Paul Schuster und seine Vorgängerin Barbara Kaiser „Wir haben gänzlich neue Wege für die Präsentation in historischen Gebäuden gefunden.“ Aus ganz Europa werden Exponate zusammengetragen. Auch das Münzkabinett und die Archäologische Sammlung leisten mit Sonderausstellungen ihren Beitrag.
Dreigeteilter Pavillon
Und natürlich spielt auch der Pavillon wieder eine große Rolle. Als Vorbote ist er ab 12. März am Wiener Heldenplatz zu erleben, dann teilt er sich auf und ein Teil wandert in den Eggenberger Schlosspark, ein weiterer nach Mariazell und Leoben, ein dritter schließlich ins benachbarte Ausland. Bespielt wird er an allen Standorten hochkarätig, verspricht Kurator Günther Holler-Schuster, mit einer Komposition von Klaus Lang und Arbeiten von Erwin Wurm, Hubert Schmalix, Herbert Brandl, Total Refusal, Antonia Jeitler und vielen anderen.
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