Aufholjagd gelungen! Die Grazer Eishockey-Cracks der 99ers drehten ein 0:2 gegen Innsbruck und verteidigten damit die Spitzenposition in der Ice Hockey League. Die Truppe von Harry Lange zeigte Herz, Moral und ganz viel Kampfgeist – nicht zum ersten Mal in dieser Saison.
„Unser Bunker, unser Bunker, hey!“, skandierten die 99ers-Fans. Sie haben wieder etwas zu feiern in Graz. Eine Mannschaft, die Spektakel liefert.
Das sah nach sechs Minuten Spielzeit noch ganz anders aus. Zwar spielten die Steirer von Beginn an stark. Doch Klassek und Mackin brachten Gegner Innsbruck per Doppelschlag binnen 14 Sekunden mit 2:0 in Front. Es war bereits das fünfte Mal (bei sieben Saisonspielen), dass die Grazer damit in einem Ligaspiel in Rückstand gerieten. Aber Schockstarre? Oder gar ein Rückfall in alte Muster? Fehlanzeige!
Denn wer anschließend glaubte, dass die Murstädter Schiffbruch erleiden würden, machte die Rechnung ohne den neuen 99ers-Kapitän Korbinian Holzer: Statt den Grazer Dampfer gegen den Eisberg zu steuern, pfefferte der Ex-NHL-Crack den Puck zu Beginn des Mitteldrittels mit Karacho ins Tor zum 1:2 (22.). Graz-Torjäger Rok Ticar (37.) und Trevor Gooch (44.) drehten in der Folge in einem heißen Tanz vor 2396 Zuschauern sogar noch die ganze Partie. 3:2 – so macht Eishockey richtig Spaß!
Es ist natürlich noch nicht alles Gold, was glänzt. Aber es ist schon vieles gut. Wir sind schon jetzt eine dominante Mannschaft, die Truppe hat einen guten Charakter.
99ers-Headcoach Harry Lange
Auch wenn die Lange-Truppe lange darum kämpfte, man hatte nie so recht den Gedanken, dass die Grazer diese Partie verlieren könnten. Auch nicht, als es immer wieder Strafen für die 99ers-Spieler setzte. Zu viel Klasse hat diese Mannschaft, zu viel Souveränität strahlt sie aus. Mehr Chancen, mehr Spielanteile. Das Schussverhältnis? 45 zu 27. Immer mehr wird klar, das neue Motto in Graz heißt: Ein echter Grazer geht nicht unter. Rückstände hin oder her. Ganahl und Co. feierten den sechsten Sieg im siebenten Spiel.
„Wir haben am Anfang zwei blöde Gegentore kassiert, aber wir sind wieder zurückgekommen. Das spricht für die große Moral in dieser Mannschaft“, applaudiert Kapitän Holzer. „Wir haben jetzt 19 Punkte – und wir sind noch lange nicht da, wo wir hinkönnen und hinwollen. Da geht noch mehr.“ Eine Ansage!
„Es ist natürlich noch nicht alles Gold, was glänzt“, meint Trainer Harry Lange trotz Tabellenführung. „Aber es ist schon vieles gut. Wir sind schon jetzt eine dominante Mannschaft, die Truppe hat einen guten Charakter.“ Am Sonntag wartet der nächste Härtetest: auswärts in Laibach.
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