Dass in Strasshof im Bezirk Gänserndorf beim Bahnsteig Silberwald eine Modernisierung samt Unterführung der Zugstrecke realisiert wird, „sei ja grundsätzlich zu begrüßen“, sagt Neos-Chef Andreas Bruckmüller. Trotzdem: Mehr als eineinhalb Jahre werde eine ohnehin schon verkehrsbelastete Region dadurch „auseinandergerissen“.
Die dadurch entstehenden großräumigen Umleitungen bis 15. Mai 2026 seien aber „genauso wenig professionell von den ÖBB arrangiert wie die angekündigten nicht behindertengerechten provisorischen Bürgersteige“, kritisiert der Gemeindepolitiker, der hier mit Bürgermeister Ludwig Deltl voll auf einer Linie ist.
Koordination vorab schlecht, Gemeinde versucht alles
„Man kann aber kaum etwas dagegen ausrichten, da es sich vorrangig um Landesstraßen handelt“, sind den Kommunalpolitikern die Hände gebunden. Dementsprechend aufgebracht seien auch die Bürger, die nicht verstehen, dass Land, ÖBB und Gemeinde hier gezielter vorgehen – „wie es schon bei einem ähnlichen Projekt in Deutsch Wagram war“, so Bruckmüller. Ein Verkehrsinfarkt sei genauso vorprogrammiert wie hilflose Senioren oder Mütter mit Kinderwägen, die ebenfalls große Umwege beschreiten müssen. Bei den Sperren werden auch die Öffis unterbrochen, was Schüler genauso inkludiert wie einen Kindergarten, der für viele dann auch nur auf Umwegen erreichbar sein wird.
Aufgrund der vielen Beschwerden ist für Dienstag, 15. Oktober, um 18.30 Uhr im Haus der Begegnung eine Fragerunde mit den ÖBB anberaumt.
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