„Wo führt das hin?“

Auf Kickl schießen: Selbst SPÖ ist Aktion zu viel

Innenpolitik
22.09.2024 18:13

Groß ist die Aufregung im blauen Lager wegen einer Aktion der Sozialistischen Jugend am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Niederösterreich. Dort durfte man mit Bällen auf Dosen mit dem durchgestrichenen Konterfei von Herbert Kickl schießen. Doch auch der SPÖ geht das „eindeutig zu weit“.

Am Sonntag zeigte sich Rainer Spenger, seines Zeichens Vizebürgermeister von Wr. Neustadt und roter Stadtparteichef, entrüstet. „Die Jugend hat viele Vorrechte. Und darf sich im Vergleich zu den Älteren vieles erlauben. Sie kann, nein, sie soll sogar Dinge ausprobieren. Sie hat das Recht, Fehler zu machen und – natürlich – manchmal auch das Recht, Grenzen auszuloten. Aber das, was die Sozialistische Jugend gestern in Wiener Neustadt – am Rande des Wahlkampfauftritts von Andreas Babler – gemacht hat, geht eindeutig zu weit, hat den Bogen deutlich überspannt“, schrieb der Lokalpolitiker auf Facebook.

„Auf Menschen (auch wenn es stellvertretend nur Dosen waren) schießt man nicht! Weil wo führt das hin?“, so Spenger weiter. Er erwartet sich nun eine öffentliche Entschuldigung von den Verantwortlichen.

FPÖ fordert sofortigen Rücktritt Bablers
Für die FPÖ handelt es sich um eine „widerliche Aktion“ und eine „Grenzüberschreitung, die nicht toleriert werden darf“. Der blaue Generalsekretär Michael Schnedlitz forderte den sofortigen Rücktritt von SPÖ-Chef Babler.

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