Sicherheit bei Energie

„Echter Plan statt doppelter Energieinfrastruktur“

Kärnten
18.09.2024 17:30

Österreichs Energiebetreiber und -produzenten warnen davor, dass die Klimaneutralität mit dem derzeitigen Plan wohl nicht klappt. Die Kelag kommt bei Fernwärme künftig ohne russisches Gas aus.

„Niemand hat gesagt, dass es ein Sonntagsspaziergang wird“, betont Michael Strugl, Präsident Österreichs Energie, beim Kongress in Villach: „Aber Klimaneutralität klappt nicht so, wie es derzeit angegangen wird.“ Denn noch immer kommt ein Großteil der Energie aus fossilen Quellen.

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Beim Ausbau von erneuerbarer Energie wie Wind und Photovoltaik darf sich kein Bundesland zurücknehmen. Das ist ein eindeutiger Auftrag an Kärnten.

Danny Güthlein, Vorstand der Kelag

Bei der Stromwirtschaft sei man zwar ein paar Schritte weiter, aber zurücklehnen könne man sich nicht – es brauche konkrete Pläne und Regeln. „Eine Energiewende ohne Plan bringt nur doppelte Infrastruktur und doppelte Kosten“, erklärt Kelag-Vorstand Danny Güthlein, der für manche Einwände gegen neuer Projekte, wie Windparks, wenig Verständnis zeigt. „Ob es schön ist, oder nicht, darf keine Rolle spielen. Das ist auch ein Auftrag an Kärnten.“

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In den Städten findet die Energiewende statt. Dafür haben wir ein Arbeitspapier, brauchen mehr Resilienz, Energieunabhängigkeit, größere Speichermöglichkeiten.

Erwin Smole, Vorstand Stadtwerke Klagenfurt

Mehr Energieinfrastruktur wird auch in Klagenfurt benötigt, damit die Stadt bis 2030 klimaneutral wird. „In den Städten findet die Energiewende statt. Wir haben zehn Prozent Eigenproduktion von Strom, setzen jetzt auf den PV-Ausbau für mehr Unabhängigkeit“, so Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole. „Wir investieren jährlich bis zu 50 Millionen Euro in Strom und Wärme.“

Ausstieg aus russischem Gas
Einen anderen Schritt zur Unabhängigkeit hat die Kelag jetzt geschafft: Die Fernwärme kommt künftig völlig ohne russisches Gas aus. „Wir sind das erste österreichische Energieunternehmen, das seine Kunden nur noch mit nicht-russischem Gas beliefert“, erklärt Güthlein stolz. Über Deutschland wird jetzt Erdgas aus Norwegen zu den Fernwäremwerken der Kelag geliefert.

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