Kärntens einziger männlicher Seminarbauer Florian Jakopitsch will der Bevölkerung das Leben der Landwirte näherbringen. Denn viele haben keine Ahnung, wie das Essen auf ihrem Teller landet.
Immer mehr Menschen haben den Bezug zur Landwirtschaft verloren. Zu spüren bekommt das der Landwirt Florian Jakopitsch. Um der Problematik entgegenzuwirken, bietet er gemeinsam mit seiner Frau Simone auf seinem Hof in Moosburg „Schule am Bauernhof“ an und will den Kleinen Einblicke in das Leben von Landwirten geben.
Und dabei wird er nicht selten mit für ihn unmöglichen Fragen konfrontiert: „Oft fragen mich Eltern, ob wir sonntags frei haben und die Kühe an diesen Tagen nicht melken“, schüttelt der Milchbauer nachdenklich den Kopf. „Von der Arbeit eines Bauern haben leider viele keine Ahnung mehr, kein Wunder, dass es an Wertschätzung fehlt“, so der 38-Jährige, der sich deshalb als Seminarbauer ausbilden hat lassen. „Ich bin in Kärnten das einzige männliche Mitglied, will unsere Arbeit anderen näher bringen“, wünscht er sich mehr männliche Seminarbauern.
Neben der Milchproduktion betreibt der fünffache Familienvater Rinderhaltung. Das Fleisch seiner Kühe ist in den Burgern heimischer McDonalds-Filialen wiederzufinden. Doch wielange braucht es eigentlich, bis das Faschierte in den Brötchen landet?
„Jahre!“, betont der Bauer und erklärt: „Alles nimmt auf der Wiese und bei der Besamung der Rinder seinen Anfang.“ Nachdem das Kalb Monate im Mutterleib heranwächst, und ja auch die Mutter versorgt werden muss, muss das Vieh erst einmal bis zu einem gewissen Zeitpunkt gedeihen, so Jakopitsch: „Die Schlachtung erfolgt, wenn das Kalb zweieinhalb bis drei Jahre alt ist.“
Geschlachtet wird übrigens in der Klagenfurter Schlachthofstraße. Da spielt der Transportweg eine wichtige Rolle. „Je kürzer er ist, desto besser. Das reduziert zum Beispiel das Stresslevel des Rindes.“ Dort wird das Fleisch dann weiter vermarktet und landet letztendlich bei McDonalds.
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