In Weiden am See wird ein Mischwasser-Überlaufbecken neu gebaut. Bei Regen soll es das Wasser für die Kläranlage zwischenspeichern.
Das erste Mischwasser-Überlaufbecken wurde in Weiden am See bereits in den 1960er-Jahren errichtet. Da das Betonbecken mittlerweile mehr als in die Jahre gekommen war, hat man sich für einen Neubau entschieden. Bisher fasste das Becken 500 Kubikmeter, das neue wird mehr als das doppelte Volumen aufnehmen können.
Donnerstag Vormittag erfolgte der offizielle Spatenstich, im Hintergrund wird aber schon fleißig gearbeitet. Denn fertig sein soll das Becken bis Ende des Jahres. Das Investitionsvolumen beträgt 1,3 Millionen Euro. Thomas Halbritter, der das Becken geplant hat, erklärt wie alles funktioniert: Beim Mischwassersystem wird sowohl Schmutz- als auch Regenwasser in einem Rohrsystem abgeleitet. Es gibt keine getrennten Kanäle. Was bei Trockenheit kein Problem ist, wird es aber bei Regen. Dann nämlich kann die Kläranlage in Bruck nur einen Teil des verschmutzte Regenwassers sofort übernehmen. Hier kommt das Auffangbecken zum Einsatz, das Wasser wird zwischengespeichert. Klingt der Regen dann ab, wird das Becken ausgepumpt und das Abwasser zeitverzögert zur Kläranlage transportiert. Kommt es zu Starkregen, wird kontrolliert in einen Vorflutgraben abgeleitet. Davor wird das schon stark verdünnte Abwasser im Klärteil des Mischwasser-Überlaufbeckens mechanisch gereinigt.
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