Die Beziehung seiner Schwester sorgte bei einem 26-Jährigen für eskalierende Wut.
Laut Opfer soll der Beschuldigte ihm schon mehrmals gedroht haben, die Hände von seiner Schwester zu lassen, da er andernfalls schon sehen würde. Doch Anzeige erstattete der Bedrohte nie. „Ich weiß ja, dass er schon mal vom Strafgericht verurteilt worden ist. In meinen Augen ist er unberechenbar“, gibt der junge Mann in der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch zu Protokoll.
Freund in Café abgepasst
Dennoch hält dieser an der Beziehung zur Schwester des Angeklagten fest. Entgegen der Warnung der Freundin, das Gespräch mit dem „großen Bruder“ zu suchen, stöbert der Freund ihn am 20. April in einem Café in Lustenau auf.
Als der Freund den 26-Jährigen zu Rede stellt, eskaliert die Sache. „Ich werde dich abstechen, wenn du dich nicht von meiner Schwester fernhältst“, droht er und packt ihn an der Gurgel. Diesmal erstattet das Opfer Anzeige. Bei seiner Einvernahme gibt der Bedrohte allerdings an, dass es sich bei der Todesdrohung des Beschuldigten um eine „türkische Floskel“ gehandelt habe.
Prozess vertagt
Umso mehr verwundert Richterin Verena Wackerle die nunmehrige Haltung des Opfers gegenüber dem Angeklagten. Ein weiterer Umstand, weshalb die Frau Rat sich am Ende dazu entschließt, weitere Zeugen zu laden und die Verhandlung auf September zu vertagen. Dann soll auch der Beziehungsstatus des Opfers geklärt werden.
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