20 Monate nach einem Gefangenenaustausch, der sie aus einer russischen Strafkolonie befreite, greift Brittney Griner mit den US-Frauen nach ihrem dritten Olympia-Gold. „Ich habe nicht gewusst, ob ich überhaupt noch einmal Basketball spielen werde“, sagte die 33-Jährige nach dem 85:64-Halbfinalsieg ihres Teams am Freitag in Paris gegen Australien.
„Es war hart, zurückzukommen. Ich bin einfach glücklich, dass mein Körper das durchgehalten hat und ich hier sein kann.“
Griner war im Februar 2022 kurz vor Russlands Invasion in der Ukraine auf einem Flughafen in Moskau festgenommen worden. Sie wurde wegen des Mitführens von Vape-Patronen mit Cannabisöl zu neun Jahren Straflager verurteilt. Die Basketballerin, der in der Heimat medizinisches Marihuana verschrieben bekommen hat, bekannte sich schuldig, einen „ehrlichen Fehler“ begangen zu haben. In Russland ist die Substanz verboten.
Gefangenenaustausch
Nach zehn Monaten in Gewahrsam kam Griner Ende 2022 in einem Aufsehen erregenden Gefangenenaustausch für den in den USA inhaftierten russischen Waffenhändler Viktor Bout, bekannt als „Händler des Todes“, frei. Fünf Monate später gab die Ausnahmesportlerin ihr Comeback in der nordamerikanischen Profiliga WNBA, in der sie es im Trikot von Phoenix Mercury zum zehnmaligen All-Star gebracht hat. Olympia-Gold hat die 2,06-Meter-Frau bereits 2016 und 2021 gewonnen.
Frauen, Halbfinale:
USA – Australien 85:64 (45:27)
Frankreich – Belgien 81:75 n.V. (66:66,31:36)
Finale am Sonntag:
USA – Frankreich (15.30 Uhr)
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