Eine scheinbar tote Opernsängerin, ein schwuler Maskenbildner, ein suizidales Mädchen und ein TV-Moderator mit schwerer Diagnose: In Marjane Satrapis „Paris Paradies“ kämpfen skurrile Charaktere in Paris um die Kostbarkeit des Lebens ... Lesen Sie hier die ganze Kino-Kritik zu dieser schwarzhumorigen Tragödie.
Eine scheintote Opernsängerin (Monica Bellucci), die sich, frisch erwacht, ob der ausbleibenden Nachrufe grämt, ein schwuler Maskenbildner, der sich in einen Stuntman verliebt, ein suizidales Mädchen, das just im Moment des Freitods durch einen Sprung von der Brücke von einem Triebtäter entführt wird. Plus ein alternder TV-Moderator (André Dussollier), der mit einer harten Diagnose hadert.
Wäre da noch eine Kettenraucherin (Rossy de Palma), die im Zwiegespräch mit Gott eine Lebensverlängerung auszuhandeln versucht. Und Paris ist die Stadt, in der sie alle leben.
Ein schräges Figurenpanoptikum sieht sich da mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert und wird an der Schnittstelle zwischen dem Dies-und Jenseits an die unwiederbringbare Kostbarkeit des Lebens erinnert. Die schwarzgrundierte Tragikomödie von Marjane Satrapi bedient sich für ihr Memento mori der Schönheit der Stadt an der Seine, lässt aber die Theatralik überkochen.
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