Ein Wandervolk mit mindestens zwei Dutzend Wohnwagen und etlichen Pkw sorgen quer durch Österreich für Aussehen – und mitunter für Ärger. Derzeit herrscht in Neusiedl am See Aufregung. Die Polizei warnt vor den fahrenden Handwerkern, die für schlechte Arbeit groß abkassieren wollen.
Plötzlich waren sie da – ohne Ankündigung, ohne Erlaubnis des Grundeigentümers! Unterwegs im Wohnwagentross, hat eine Gruppe von Roma und Sinti in der Steiermark Unruhe gestiftet. Auf dem Areal eines Modellflugklubs im Bezirk Graz-Umgebung hatte sich das Wandervolk im Juli niedergelassen.
Immer wieder Konflikte
„Es gab Beschädigungen, dann kam es zu Drohungen“, berichteten besorgte Anrainer. Die Lage vor Ort hatte sich zwar beruhigen lassen, doch seither gibt es keine Ruhe mehr – egal, wo das Wandervolk auftaucht.
„Campen nicht erlaubt“
Mittlerweile hat es eine Gruppe ins Burgenland verschlagen. Viel Staub wirbelte sie vor dem Newcomer-Event Airfield Sounds vergangene Woche in Trausdorf auf. Auf dem Festivalgelände, wo später Pizzera & Jaus, Turbobier und andere Größen der heimischen Musikszene aufgeigen sollten, wollten die ungebetenen Gäste ihr Lager errichten. „Campen verboten“, lautete die strikte Ansage. Der Tross musste das Flugfeld räumen.
Camping-Clique in Seenähe
Nun sorgt eine Abordnung mit 25 Wohnwagen und etlichen Pkw in Neusiedl am See für Aufsehen. Wie immer ließ sich die Clique auf einem Privatgrundstück nieder. „Die Polizei kann nur eingreifen, wenn es zu strafrechtlich relevanten Vorfällen kommt“, wurde mitgeteilt.
Allerdings wird älteren Hausbesitzern im ganzen Bezirk von dubiosen Haustürgeschäften der fahrenden Handwerker abgeraten. „Kein Arbeitsangebot wie Fassadenreinigung annehmen, die Kosten sind viel zu hoch“, wird gewarnt.
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