Michaela Polleres jubelte als erste Österreicherin über eine Medaille in Paris. Folgt jetzt der Schub für die ganze Mannschaft?
Die „Krone“ berichtet aus Paris
Bereits 2014, als 17-Jährige, schnupperte Michaela Polleres erstmals Olympialuft. Bei den Jugendspielen in Nanjing eroberte sie in der Klasse bis 63 kg auch damals schon eine Silbermedaille. So gesehen steht sie nun bei Olympia bei 3 aus 3. Dass sie zu einer der erfolgreichsten Judokas und Sportlerinnen Österreichs werden würde, war da nicht absehbar.
Eine unglaubliche Ruhe ist Michis größte Stärke. Diese Qualität kann sie nutzen, um genau im richtigen Moment da zu sein. Doch manchmal wird auch ihr der Druck zu viel. Eine große Stütze ist ihr dann Trainerin Yvonne Snir-Bönisch, die sich als ehemalige Judo-Olympiasiegerin gut in sie hineinversetzen kann. Die Deutsche und der Judoverband, der nun drei Medaillen bei den letzten zwei Sommerspielen geholt hat, haben um Polleres ein gutes Team aufgebaut. Vache Adamyan war als Trainingspartner in Paris ständig verfügbar. Zuletzt wurde auch eine Psychologin an Bord geholt.
Schub für die ganze Mannschaft
Michis Bronzemedaille kann Österreichs Team in Paris einen Schub bringen. Polleres galt als erste ganz große Medaillenkandidatin im Wettkampfplan. Dass sie gleich das ersehnte Edelmetall holte, nachdem erste Halbchancen nicht genutzt wurden, ist optimal. Chef der Mission Christoph Sieber machte die Erfahrung: „Wenn gute Stimmung im Team herrscht, gibt es auch bessere Ergebnisse.“ Und diese sollte seit gestern top sein!
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