Auch im dritten Anlauf hat es für Wildwasser-Kanutin Corinna Kuhnle bei Olympischen Spielen nicht für eine Medaille gereicht!
Die Niederösterreicherin belegte am Sonntag im Kajak-Einer-Finale in Vaires-sur-Marne den zehnten Platz. Auf Edelmetall fehlten Kuhnle am Ende über vier Sekunden. Gold ging an die Australierin Jessica Fox vor Klaudia Zwolinska aus Polen und der Britin Kimberley Woods.
Kuhnle erreichte bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme – diesmal hauchdünn als Semifinal-Zwölfte – zum dritten Mal das Finale. In diesem gelang der zweifachen Weltmeisterin zwar ein flüssiger Lauf, Berührungen beim zweiten Tor und wie im Halbfinale bei Tor 19 verhinderten ein besseres Resultat. Kuhnle zeigte sich mit ihrem Abschneiden dennoch zufrieden: „Es war ein unglaublicher Tag. Ich habe mein Ziel erreicht, ich habe es genießen können.“
Jeder Lauf, den sie auf dieser Anlage fahren habe können, sei wirklich cool gewesen. „Die Berührungen im Finale sind bitter und schwingen mit. Aber ich kann mir keine Vorwürfe machen, ich habe hart gearbeitet, um bei den Olympischen Spielen im Finale sein zu können. Im Slalom läuft es mal so, mal so. Das habe ich mitgebucht, als ich damit begonnen habe.“
„Ich war nicht so wahnsinnig enttäuscht!“
Nach ihrem Halbfinal-Lauf hatte sie mit dem Aufstieg schon nicht mehr gerechnet. „Ich war nicht so wahnsinnig enttäuscht, ich war einfach dankbar, das erleben zu dürfen. Das ist so eine geniale Energie von den Leuten – es hat sich auch vor dem Finale entspannt angefühlt.“ Für ihre Empfindung sei es die beste Stimmung gewesen, die sie jemals erlebt hat. „In London war es eher erdrückend, das heute war ein ganz anderes Erlebnis. Ich habe schon überlegt, was ich anderes machen kann, dass ich noch einmal auf einer so großen Bühne stehe.“ Vielleicht ja einmal als Trainerin, das würde sie reizen.
Österreichs Kanu-Abordnung wartet weiterhin auf das erste Edelmetall bei Olympia seit der Bronze-Medaille von Violetta Oblinger-Peters 2008 in Peking. Für die 37-jährige Kuhnle war es laut eigenen Angaben die letzte Teilnahme bei Olympischen Spielen. 2012 in London belegte die Niederösterreicherin Platz acht, vier Jahre später in Rio schrammte sie als Fünfte an einer Medaille vorbei.
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